Lesen oder schreiben

Lesen oder schreiben

Lesen und schreiben, dass sollten die meisten von uns in der Grundschule gelernt haben – wobei es ja böse in einer älteren Untersuchung der Stiftung Lesen heisst, dass wir trotz Schule lesen und schreiben lernen.

Wie auch immer. Im täglichen Leben verschiebt sich das Gewicht häufig. Die wenigsten von uns dürften wohl noch längere handschriftliche Korrespondenzen führen. Gleichzeitig nimmt der Anteil der Informationen zu, die durch lesen aufgenommen werden. Mitunter ein Preis, den uns das Internet und die schöne neue Informationswelt abverlangt.

Ich will hier aber nicht die Zustände beklagen, sondern vom Dilemma der begrenzen zur Verfügung stehenden Zeit. Lesen und schreiben – geht das überhaupt? Natürlich, schließlich muss man das, was man schreibt, auch lesen können. Stattgegeben. Was aber nicht geht, ist das gleichzeitige schreiben eines Textes und das lesen eines anderen zu einem völlig anderen Thema.

Worauf will ich hinaus? Gute Frage, aber zumindest diesmal kenne ich die Antwort. Werden wir mal konkreter. In letzter Zeit sind meine Blogbeiträge, die ich innerhalb der Woche schreibe, wieder etwas länger (und hoffentlich auch gehaltvoller) geworden. Dafür sitze ich dann morgens im Zug und schreibe die Texte. Durchschnittlich dauert so was etwa eine Stunde, also genau die Strecke Bielefeld Essen mit dem ICE. In dieser Stunde kann ich dann keine Zeitung lesen. Morgens heisst es daher für mich: lesen oder schreiben.

One Reply to “Lesen oder schreiben”

  1. Manchmal wäre es nicht schlecht. Aber wir heißen ja nicht Kim Peek (Savant); der liest zwei Seiten gleichzeitig, mit dem linken und rechten Auge. Ob es bei ihm auch mit schreiben und lesen geht ist nicht bekannt?

    Uns bleibt leider nur das Eine oder Andere.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren