Aus dem Fluß gefischt

Gerade bei Riva gefunden: Warum Blogs und Deutschland funktionieren und warum sie nicht funktionieren. Die beide Artikel habe ich nur am Rande überflogen. Warum? Gut, ich weiß, dass heute Sonntag ist und das Wetter auch nicht so besonders. Da schreiben manche schon mal etwas Längeres zusammen. Aber ganz ehrlich Leute: Es gibt wichtigeres, als ständig Nabelschau zu betreiben.

Als Bloger sollte man genügen Selbstbewusstsein haben, um sich nicht darüber den Kopf zu zerbrechen, ob oder ob nicht Blogs in Deutschland funktionieren. Was heißt das überhaupt, funktionieren? Etwa Geld damit verdienen, dass man schlechte Artikel mit viel Werbung an den Mann oder die Frau bringt? Sich zu einer Gemeinschaft zusammen schließ, um eine Sau durchs Dorf zu treiben?

Unbestätigten Gerüchten zu folge soll es in Deutschland auch noch Menschen geben, die gerne schreiben. Einfach nur so, zum Spaß. Die technischen Möglichkeiten haben dazu geführt, dass sie das in Form eines Weblogs tun. Da jetzt was rein zu interpretieren, ist in etwa zu prickelnd wie die Sekundärliteratur im Deutschunterricht, die man damals zu Rate gezogen hat – nur um dem Lehrpersonal die Frage beantworten zu können, was sich der Autor des Romans dabei gedacht hat.

Bevor ich mich in das Thema zu sehr reinsteigere oder auch noch anfange, Argumente zu finden oder die beiden Artikel inklusive aller Kommentare zu lesen, wende icch mich dann doch lieber den wirklich wichtigen Dingen zu (am Rande sei bemerkt, dass das den meisten Blogern wohl entgangen ist): Heute hat jemand Geburtstag. Nicht irgendwer, sondern unser Grundgesetz wird 60 Jahre alt.

In ihm findet sich auch der Artikel 5, Absatz 1:

Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

Interessant ist auch der 1. Artikel:

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Der zweite Satz wird nämlich leider oft vergessen. Nicht der Mensch ist für den Staat da, sondern der Staat für den Menschen. Gemünzt auf das anfängliche Thema könnte man daraus ableiten, dass das Blog für den Menschen da ist und nicht der Mensch für das Blog. Aber das wäre dann wohl doch etwas zu weit hergeholt.

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