Alles Käse

Alles Käse

Es gab zwei Nachrichten, die gestern doch ziemlich erschütternd waren. Da haben doch tatsächlich die Berlusconi geschwächten Italiener gegen die Niederländer verloren. Sicher, ich interessiere mich nicht für Fußball, auch habe ich das Spiel nicht gesehen. Aber Drei zu Null? Mein Gott, was sagt das über den Zustand des Landes aus. Nicht das ich den Niederländern ihren Sieg nicht gönnen würde, denn schloeßlich brauchen die Fans dort noch ihre Tränen, wenn sie gegen Deutschland im Halbfinale verlieren – wobei das jetzt schon zu weit vorgegriffen ist..

Letztendlich zeigt das Spiel der Italiener aber, dass es in der Heimat des guten Geschmacks längst nicht mehr zum Besten um diesen bestellt ist. Wie sonst ließe sich erklären, dass man dort auf die Idee verfallen ist, dem Mozarella Dinge beizufügen, die nicht hineingehören. Da bevorzugen wir hier in Deutschland lieber verwässertes Gemüse. Oder anders ausgedrückt: Wer Berlusconi wählt, steht eh im Dauerabseits.

Wo wir schon beim Thema Wahlen und Abseits sind: In Sachsen hat man sich da auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Aller Voraussicht nach wird die NPD in sämtlichen Kreistagen vertreten sein. Wäre so was innerhalb einer Familie vorkommen, würden sich die Eltern das Übliche fragen: „Was haben wir falsch gemacht?” Nicht immer kann man darauf hoffen, dass sich so was rauswächst. Wenn ein größerer Teil der Menschen in Italien, einem Land, in dem es schon zu einer Zeit Wahlen gab, als in Germanien noch die Menschen mit Keulen aufeinander einschlugen, schon nicht richtig wählt, dann kann man das von Menschen in einer sehr jungen Demokratie wie in Sachsen nicht unbedingt erwarten.

Hoffen wir also nur, dass wir keinen Sachsen in der Nationalmannschaft haben, denn sonst wird es nichts mit dem Halbfinale gegen die Niederlande.

2 Replies to “Alles Käse”

  1. Wer Berlusconi gewählt hat, hat eigentlich nichts anderes verdient als das gestrige Debakel. Und wer in Sachsen die NPD gewählt hat…na, ja…

    Es ist wirklich traurig, dass Menschen glauben, wenn sie eine solche Partei wählen, sie auf dem richtigen Weg sind. Man kann wirklich nur hoffen, dass sich bald was tut in Sachen Verbot, bis dahin sehe schwarz, im wahrsten Sinne des Wortes.

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren