Schwanenballet

Genosse Kurt hat mir mal wieder geschrieben. Diesmal, um sich für die Nominierung von Gesine Schwan für die die Bundespräsidentenwahl zu entschuldigen, dachte ich. Leider lag ich damit falsch, denn der liebe Kurt entschuldigt sich natürlich nicht, sondern versucht mit fadenscheinigen Argumenten die Nominierung zu verteidigen.

Ja genau, zu verteidigen, denn er weiß ganz genau, dass es in der SPD nicht nur Zustimmung für die Kandidatur Schwans gibt. Vielen Genossen ist es nicht geheuer, dass es Schwan nur mit den Stimmen der Linkspartei schaffen würde. Für eine Ablehnung Zusammenarbeit, einer in welcher Form auch immer, mit der Nachfolgepartei der SED gibt es gute Gründe. Es ist auch nicht Aufgabe der SPD, die Linkspartei zur Demokratie zu erziehen zumal das wohl auch nie möglich sein wird.

Tatsächlich ist es sogar so, dass die Linkspartei der SPD gefährlich werden kann. Wählerstimmen für sie sind Stimmen vom Fleisch der SPD. AUf nur in die Nähe zu ihr zu rücken, ist ein Spiel mit dem Feuer, dass bei der nächsten Bundestagswahl zum Totalschaden führen könnte – nicht nur, weil der kleine Feuerteufel aus dem Saarland schon mit dem Benzinkanister bereit steht,

Das Genosse Franz daher einen Beschluss fordert, der jegliche Zusammenarbeit definitiv ausschließen soll, ist eine logische Konsequenz und verdient vollste Unterstützung. Wenn das dem derzeitigen Parteivorsitzenden nicht schmeckt, dann ist er nicht nur als Kanzlerkandidat ungeeignet, sondern auch auch der Spitze der SPD fehl am Platz, denn er sieht offensichtlich nicht, was die Partei zerreißen, kann, nein sogar wird.

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