Immerhin zwei Preise

Immerhin zwei Preise

Am Ende dieser Woche steht wohl unumstößlich fest: Wir Deutschen (Männer, müsste eigentlich hinzugefügt werden) haben zwar nicht mehr das Zeug dazu, Fußballweltmeister zu werden, aber immerhin reicht es noch für zwei Nobelpreise. Fragt sich nur, um sich damit auch Frauen beeindrucken lassen. Ist wohlbesser, wenn künftig der Mann hinter Herd und Büchern verschwindet während die Frauen um die Welt reisen, und zweigen, wie man(n) richtig Fußball spielt.

Aber mal ganz ehrlich: Fußball ist doch eh ein Frauensport, denn da muss man als Team zusammen arbeiten – uns Männer liegt es doch eher, sich alleine an die Spitze zu kämpfen. Der Nobelpreis ist demnach als schon mehr als nur ein Trostpreis für unsere geschunden männlichen Seele. Gerne sehen wir auch darüber hinweg, dass in diesem Jahr eine Frau den Nobelpreis für Literatur gewonnen hat.

Doris Lessing ist zwar ausgerechnet auch noch Feministin, aber immerhin ist von ihr nicht zu erwarten, dass sie demnächst gestehen muss, in der Waffen-SS gewesen zu sein.

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren