Keine historische Chance

Keine historische Chance

Im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf der Paul-Gerhardt-Kirche spricht die Superintendentin Regina Burg immer von einer „historischen Chance”. Es stellt sich dabei die Frage, was sie mit dieser Floskel meint. Geht sie etwa davon aus, dass der Verkauf der Kirche das unsägliche Leid, welches Deutschland und auch deutsche Christen Menschen mit jüdischem Glauben angetan haben, wieder gut gemacht werden könnte? Sieht sie in dem Verkauf ein Akt der Versöhnung?

Wenn dies zutreffen sollte, warum wird die Kirche dann, vermutlich noch Gewinn bringend, verkauf? Sollte die „historischen Chance” wirklich ernst gemeint sein, so müsste doch das Gebäude verschenkt und nicht verkauft werden. Alles andere lässt dies angebliche Chance nämlich als das dastehen, was sie wirklich ist: eine vorgeschobene, scheinheilige Ausrede, mit der Gegner des Verkaufs zu Antisemiten gemacht werden sollen.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren