Profis bei der Bahn

Auf der Strecke Berlin – Köln fährt eigentlich kein ICE der 3er Baureihe. Daher war ich gestern Abend doch etwas verwundert, das ein solcher in Essen hielt. Aber Zug ist Zug, dachte ich mir und stieg ein. Ein leicht ungutes Gefühl hatte ich dennoch, denn in Hamm wird der ICE, der über Köln/Bonn Flughafen fährt mit dem vereinigt, der die Strecke über Hagen, Wuppertal und Köln Hauptbahnhof nimmt. Gemeinsam fahren sie dann über Hannover nach Berlin.

Die Zugankoppelung in Hamm ist nach wie vor ein Nadelöhr im Fahrplan und führt immer wieder zu unerfreulichen Verspätungen. Diesmal waren es 32 Minuten. Allerdings ist die Verspätung dadurch entstanden, dass Mitarbeiter der Bahn in Hamm versucht haben, den ICE der 3er Baureihe an einen der 2er Baurreihe anzukoppeln. Mir als Laie war es schon beim Einsteigen in Essen klar (was das leicht ungute Gefühl erklärt), dass dies nicht möglich ist. Um das festzustellen, hätte ich keine halbe Stunde benötigt.

Nun ja, die Bahn ist halt was besonderes. Heute morgen gab es dann wieder eine Zugverspätung, weil der ICE auf Grund einer Bombendrohung im Berliner Hauptbahnhof umgeleitet werden musste. Hinter der Drohung, so würde ich vermuten , steckt möglicherweise ein verbitterter Architekt. Den besten Vorschlag, was aus Berliner Ostbahnhof, diesem unglückseligen Bauwerk, gemacht werden könnte, hatte einer der täglich Mitreisenden: ein Mausoleum für Mehdorn
Gute Idee. Der Börsengang der Bahn könnt ihm dann als Beigabe mit in die Grabkammer gelegt werden.

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