Jecke Tön

Jecke Tön

Bielefeld liegt im tiefsten Ostwestfalen, was in Bezug auf Karneval so seine Vorteile hat, denn wer zum lachen in den Keller geht, der feiert auch nicht am Rosemontag. Ganz anderes sieht es dagegen wohl in Essen aus. Als Pendler nicht nur zwischen zwei Städten, sondern quasi auch zwischen zwei völlig verschiedenen Kulturen führt das bei mir dazu, dass ich aus dem sicheren Refugium mitten hinein ins närrische Treiben fahren werde.

Das bedingt dem entsprechend dann, stark fossiert von einem Kollegen, das Mitfeiern und obligatorische Verkleiden. Sollte heute jemand mich zufällig mit einer roten Nase und einer bescheuerten Mütze in Essen sehen, dann handelt es sich streng genommen nur um eine optische Täuschung. In Wirklichkeit sitze ich hier in Bielfeld in meinem Kellerversteck und warte auf den Aschermittwoch, den dann ist bekanntlich alles vorbei.

Ich für meinen Teil werde ich darum bemühen, nicht in einem Anfall von spontanem Frohsinn ein lautes Kölle Alaaf von mir zu geben, denn dann habe ich garantiert auch noch am Mittwoch eine rote Nase – obwohl, Essen ist ja nicht Düsseldorf. Aber auch das kleine Geheimnis sollte ich lieber für mich behalten.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren