Platzhirsch

Platzhirsch

Der neue Platzhirsch bzw. Parteichef der SPD wird allen Anschein nach Matthias Platzeck. Doch wer ist denn dieser Platzeck? So richtig aufgefallen ist er mir noch nicht. Zu lesen ist, daß er einer „von drüben” ist – ehemaliger DDR-Gefangener Bürger der DDR. Allerdings ist das noch lange keine Garantie, daß er sich deshalb gut verstehen wird mit der Chefin der anderen großen Volkskammerpartei, Angela Merkel.

Eine andere Gemeinsamkeit mir Frau Merkel, die Platzeck hat, ist sein Naturwissenschaftliches Studium. An dieser Stelle sei der Einwand erlaubt, daß momentan in der Politiker eher Ökonomen und Wirtschaftswissenschaftler fehlen. Auch ein Philosoph wäre nicht schlecht. Aber eine Ablösung der Juristenschwemme durch eine Naturwissenschaftlerschwemme wird der politischen Landschaft nicht gut tun, auch wenn allgemein nach einer Überflutung das Land fruchtbar zurückbleibt.

Aber weiter zu den biographischen Details von Matthias Platzeck. Ähnlich wie Otto Schilly ist er ein Überläufer. Groß geworden bei den Grünen (respektiv Bündnis 90) wechselte er auch in die SPD über. Aus welchen Gründen dies 1995 passiert, geht aus seiner Biographie nicht genau hervor. Möglicherweise war ihm die Partei wie ein Schuh zu klein geworden für seine Karriereziele.

Auf das Amt als Umweltminister des Landes Brandenburg folgte der Posten als Oberbürgermeister von Potsdam und schließlich ab 2002 das als Ministerpräsident von Bananenburg Brandenburg.

Großartig aufgefallen durch ein bestimmtes politisches Profil ist er bisher nicht. Über ihn wird aber geschrieben, daß er durchaus einen Machtinstinkt hat, der ihn antreibt. Momentan wird Platzeck unter der Hand als möglicher Kanzlerkandidat für die nächste Bundestagswahl (die möglicherweise nicht sehr fern ist) ins Spiel gebracht. Damit stünden dann, wenn Merkel de Blutherbst überstehet und noch mal antritt, zwei Ostdeutsche für die Wahl zum wichtigsten Amt der Republik zur Verfügung.

2 Replies to “Platzhirsch”

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren