Indizierung von Spielen

Indizierung von Spielen

Über die Indizierung von Spielen habe ich mich schon oft ausgelassen. Bisher war ich immer gegen eine Indizierung. Vor allem auch gegen Abänderung (sprich Zensur) von Spieleinhalten für den deutschen Markt. Wenn ich aber Äußerungen von manchen Spielern lese wie zum Beispiel diesen hier im Zusammenhang mit Far Cry Instict für die Xbox

„Stelle Dir vor, Dein Feind steht auf einer Art Aussichtsturm. Du schleichst Dich von hinten an ihn ran und schiesst dem vermeindlichen Opfer eiskalt in sein Gesicht. Das Blut spriesst und spritzt nur so aus seinem Gesicht. Aber das lässt Dich völlig kalt!!”

wird mir doch etwas anders. Macht mir sehr nachdenklich und rüttelt an eigenen Standpunkten. Ich dachte, daß damals im Rahmen der Indizierung von Counter-Strike sehr sachlich ausgeführt wurde, warum erwachsene (CS-)Spieler keine mordenden Monster sind, sondern Menschen, die über gefestigte Normen- und Wertesystem verfügen, die zwischen Realität und Spiel differenzieren können.

Gerade das Bild vom CS-Spiler als Sportler hat damals die Indizierung verhindert – trotz des unbestreitbar Spielziels, virtuelle menschliche Gegner zu töten . Ein Zitat wie das obige wirft wieder Fragen bei mir auf. Fragen wie diese, ob es manchen Menschen bei Spielen auf strategische Vorgehensweisen ankommt oder darauf, ihre virtuellen Hände möglichst oft in Blut zu baden.

One Reply to “Indizierung von Spielen”

  1. Es gibt ein paar Monster. Aber auch viele die eigentlich Ihren Verstand eingeschaltet haben. Problem ist, das zuvielen unreifen der Zugang zu diesen Spielen ermöglicht wird. Das, zusammen mit uninteressierten Erziehungsberechtigten und der verblödungstaktik der Medien erzeugt genau diese Spezies Mensch. Ich habe mich in den letzten Jahren zum Freund der Indizierung gewandelt.

    Vor allem auch deshalb, weil die Gewalt in Spielen mittlerweile eine andere Qualität gewinnt, da die Stories beginnen, diese zu Rechtfertigen, bzw. diese als absolut notwendig oder gar nicht so schlimm dargestellt wird. Und Spiele, in denen man angefeuert wird, wehrlose zivilisten abzuschlachten (www.rockstargames.com….oh, Sie haben die website für ihr riot spiel runtergenommen….wohl zu viel Publicity durch die div.FauxPas gehabt) sind für mich sowieso vollkommen indiskutabel…

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren