Indizierung von Spielen

Über die Indizierung von Spielen habe ich mich schon oft ausgelassen. Bisher war ich immer gegen eine Indizierung. Vor allem auch gegen Abänderung (sprich Zensur) von Spieleinhalten für den deutschen Markt. Wenn ich aber Äußerungen von manchen Spielern lese wie zum Beispiel diesen hier im Zusammenhang mit Far Cry Instict für die Xbox

„Stelle Dir vor, Dein Feind steht auf einer Art Aussichtsturm. Du schleichst Dich von hinten an ihn ran und schiesst dem vermeindlichen Opfer eiskalt in sein Gesicht. Das Blut spriesst und spritzt nur so aus seinem Gesicht. Aber das lässt Dich völlig kalt!!”

wird mir doch etwas anders. Macht mir sehr nachdenklich und rüttelt an eigenen Standpunkten. Ich dachte, daß damals im Rahmen der Indizierung von Counter-Strike sehr sachlich ausgeführt wurde, warum erwachsene (CS-)Spieler keine mordenden Monster sind, sondern Menschen, die über gefestigte Normen- und Wertesystem verfügen, die zwischen Realität und Spiel differenzieren können.

Gerade das Bild vom CS-Spiler als Sportler hat damals die Indizierung verhindert – trotz des unbestreitbar Spielziels, virtuelle menschliche Gegner zu töten . Ein Zitat wie das obige wirft wieder Fragen bei mir auf. Fragen wie diese, ob es manchen Menschen bei Spielen auf strategische Vorgehensweisen ankommt oder darauf, ihre virtuellen Hände möglichst oft in Blut zu baden.

Kommentar verfassen