Lissabon – Teil XX

Lissabon – Teil XX

Er schaute auf das Schild, das neben den Schließfächern hing. Solange konnte er unmöglich warten, ohne Verdacht zu erregen. Wahrscheinlich wurde er jetzt schon vom Bundesgrenzschutz beobachtet, die ihn für einen Erpresser oder Drogenkurier hielten. Er schlenderte in die Bahnhofshalle, vorbei an den Stehcafes. Vor einem Zeitschriftenladen blieb er stehen. Unschlüssig betrat er ihn. In der Ecke mit den Herrenmagazinen machte ein Trenchcoat Träger eigenartige Handbewegungen. Die Kassiererin lass gelangweilt im Express und schwängerte die Luft mit dem Rauch ihrer Zigarette. Überall hingen neben der Videoüberwachung Schilder, die dazu aufforderten, erst zu kaufen und dann zu lesen. Ignorant griff er sich eine Kochzeitschrift und blätterte darin. Ausgerechnet eine Kochzeitschrift.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren