Über die Bedeutung von Kindern für die Gesellschaft und auch als Bereicherung für das eigene Leben braucht man nicht zu streiten. Es steht einfach fest, wie wichtig die kleinen Menschen in jeder Hinsicht sind.

Im Zweifelsfall marschiert aber keine Armee aus Gummibärchen für die Rechte der Kinder. Die Welt gehört wohl wirklich in Kinderhände, so wie es Herbert Grönemeyer 1986 in „Kinder an die Macht“ besang. Nur wenn sie selber das Ruder in die Hand nehmen, wird sich endlich jemand für ihre Interessen einsetzen.

Wie wenig uns, der Gesellschaft, Kinder im Zweifelsfall wert sind, stellt man immer in Zeiten des Mangels und leerer Kassen fest. Der Artikel bei Zeit Online mit der Überschrift „Kommunen wollen in Kitas ungelernte Kräfte einsetzen“ spricht hier auch wieder Bände. Während nicht ohne Grund seit längerem über die Verlagerung der ErzieherInnenausbildung an die Hochschulen diskutiert wird (vgl. Erzieherinnenausbildung an die Hochschule – Der Anfang ist gemacht und Erzieherinnenausbildung in der Hochschule – Studienmodelle im Überblick) hier so getan, als ob es keinerlei Qualifikation für diesen anspruchsvollen Beruf bedürfe.

Zurecht bezeichnet der Deutsche Kinderschutzbund das als Katastrophe. aber es ist noch viel mehr, ein ausgewachsener Skandal. Was nützt der Rechtsanspruch auf einen KITA-Platz ab 2013, wenn zu Betreuung der Kinder nicht genügen Fachkräfte vorhanden sind. Dieser Hintergrund zeigt auch, von welchem Geist das sogenannte Betreuungsgeld getragen wird. Auch da geht es nicht um das Wohl des Kindes, sondern schlichtweg um die Einsparung von KITA-Plätzen.

Eine Antwort

  1. Wenn ich mir noch dazu die heute veröffentlichte Kriminalstatistik 2011 ansehe und lese, dass jede Woche drei Kinder pro Woche getötet worden sind, ist dass eine desaströse und erbärmliche Entwicklung in diesem Land.

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