Essen im Inselurlaub

Essen im Inselurlaub

Nach dem Inselurlaub ist eigentlich bereits wieder vor dem nächsten. Aus diesem Grund haben meine Frau und ich bereits unseren Urlaub über Ostern 2018 auf Borkum gebucht.

Sturm in der Küche

Noch ist der zurückliegende Urlaub nicht aufgearbeitet. Gestern hatte ich schon mal angedroht, noch ein paar Urlaubseindrücke festzuhalten. Während ich mir heute morgen beim Frühstück noch einen groben Themenplan für die kleine Serie (ich drohe ja schon wieder) zurechtlegte, musste ich allerdings erstmal schlucken. Auf Borkum hatten wir hinsichtlich des Sturms Herwart ziemlich viel Glück gehabt, nicht nur wegen unser Rückfahrt. Dagegen hat es die Insel Wangerooge böse erwischt. An einigen Stellen fehlt jetzt 80 Prozent des Strands.
Kommen wir aber zurück zum eigentlich Anliegen, einen kleinen Reisebericht zu verfassen. Für den Tag unserer Ankunft hatten wir kulinarisch etwas geplant, was meine Frau und ich euphemistisch als „Notfallnudeln“ bezeichnen. Tatsächlich sind es Spaghetti und zwar die, welche in einer Packung mit Tomatenmark, Kräutermischung und Parmesan in Holzmehl-Optik daher kommen. Vor Ort entschieden wir uns spontan dafür, unseren Inselurlaub mit Essen gehen zu beginnen. Das war aber eher unserer allgemeinen Müdigkeit und dem Durst geschuldet, denn an einem Sonntag nach 16 Uhr kann man auf Borkum nichts mehr im Supermarkt kaufen.

Start in den Inselurlaub

Inselurlaub und Essvergnügen

Vor dem Urlaub hatte ich mittels Google Maps ein paar Highlights zum auswärts Essen auf Borkum ausgemacht. Mein Favorit dabei das Restaurant „Alt Borkum“. Über die Website kann man diskutieren, auch über den Anbieter dahinter. Die Speisekarte räumt allerdings jeglichen Zweifel aus. Ansprechend gestaltet und vor allem übersichtlich. Und mit übersichtlich meine ich nicht nur übersichtlich, sondern auch reduziert. Ich halte es ehedem für besser, nur wenige Gerichte auf der Karte zu haben statt ein riesiges Angebot zu präsentieren. Letzteres bedeutet nämlich im Grunde genommen, nichts davon vernünftig kochen zu können. Oder aber es wird dann dem Gast Convenience Food angedreht.
Wer auf seiner Karte „Ochsenbäckchen“ anbietet und dazu auch noch den passenden Wein empfiehlt, hat mein Herz schon gewonnen. Als wir einen gemütlichen Platz am Sonntag im Restaurant fanden, entschied ich mich vor Ort allerdings für ein gegrilltes Kotelett vom Susländer Schwein — mit Bratkartoffeln und Speckbohnen. Das Kotelett kam mit Schwarte und ohne Knochen daher. Ein ziemlicher Genuss und für mich ein schöner Auftakt für den Inselurlaub.

Geplante Gerichte

Für den zweiten Tag stand dann definitiv das selber kochen an. Schließlich hatte ich vorzeitig geplant was ich in unserem Inselurlaub kochen würde. In den meisten Fällen ist Kochen für mich auch immer ein Stück Erholung. Anders als in unserem Urlaub an der Mosel war ich bezüglich der Gewürze diesmal vorbereitet. Statt alles neu zu kaufen hatte ich für die Rezepte eigene Gewürzmischungen vorbereitet und in Clipbeutel abgefüllt. Wir mussten am Montag als im Prinzip nur einkaufen. Sowohl die Preise, das Angebot als auch die Frische überraschten mich. Man kann in Köln ohne Probleme weitaus schlechter einkaufen als auf Borkum.
Geschockt war ich dann allerdings von der Küche in der Ferienwohnung. Sie war sportlich klein — wusste ich aber vorher. Was mir jedoch nicht klar war, wie spärlich sie mit Kochgeschirr ausgestattet war. Theoretisch ist die Wohnung ausgelegt für zwei Erwachsene und zwei Kinder (würde ich nicht empfehlen). Die Pfanne war eher etwas für zwei Personen, genau so wie der eine Emaille Topf aus Omas Zeiten. Unsere Spaghetti hätte ich darin gar nicht zubereiten können. Da serbisches Puten-Reisfleisch auf dem Plan stand, blieb mir nichts anderes über als zu improvisieren. Zu Hause mach ich das im großen Wok, vielleicht sollte ich den beim nächsten Mal mitnehmen.
Auch an den folgenden Tagen, an denen wir nicht irgendwo essen waren, musste ich improvisieren. Geschmeckt hat es trotzdem — sagt zumindest meine Frau.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren