Nur kleine Spuren

Nur kleine Spuren

Der 45. Präsident der USA gehört zu denjenigen, die mehr oder weniger offen den Klimawandel für Humbug halten. Von Menschen gemacht sei er schon mal gar nicht, und „Stürme habe es schon immer gegeben“. So zitierte in die Süddeutsche Zeitung heute.

Nun denn. Trump leugnet den Klimawandel, für mich ist er Realität. Der Mensch verändert mit seinem Verhalten diesen Planeten dauerhaft. Ressourcen die eines Tages erschöpft sind, werden nach wie vor ausgebeutet, Abgase in die Luft geblasen, ohne das eine radikale Wende erfolgt. Wenn sich etwas bewegt, dann nur extrem langsam. Immerhin, man kann froh sein das sich etwas bewegt. Wenn aber die Einsicht fehlt und Zusammenhänge schlichtweg als Blödsinn abgetan werden, wird das Eis der Polkappen weiter schmelzen. Mit dramatisch Folgen für Umwelt, Klima und das Leben auf diesem Planeten.

Efraimstochter / Pixabay

Klar ist es verdammt einfach, in jemanden wie Trump den großen Bösewicht zu sehen. Aber ganz ehrlich, in diesem Fall ist das nur die Spitze des Eisbergs. Eine sehr kleine Spitze. Es ist vielmehr auch unser tägliches Verhalten, unsere eigentlich Bequemlichkeit, die einen großen Teil ausmacht. Trump ist nicht alleine Schuld am Klimawandel, sondern jeder von uns. Der eine mehr, der andere vielleicht weniger.

Jede Entscheidung die wir in unserem Leben treffen, hinterlässt Spuren auf diesem Planeten. Ob wir Auto fahren oder die Bahn nehmen, es macht einen Unterschied. Vielleicht auf die Gesamtmenge betrachtet nur einen winzig kleinen. Da wir jedoch nicht alleine sind und sich viele so verhalten, hat es eben Auswirkungen. Genau so wirkt sich jede Entscheidung beim Einkaufen auf die Umwelt aus. Kaufe ich als Kölner einen Joghurt im Glas, der in der vollständig in der Region produziert wurde oder nehme ich etwas, was aus Süddeutschland kommt? Klar sind Kiwis lecker — aber wenn die wirklich aus Neuseeland eingeflogen werden?

Es macht auch einen Unterschied, woher mein Wasser stammt. Meine Frau und ich zum Beispiel nehmen Wasser aus Wasserhahn zu Hause. Andere kaufen abgepacktes Billigwasser in Plastikflaschen. Für mich ist das eine Sünde. Es ist zu viel Plastik im Umlauf und zu viel gelang davon auch noch in die Meere hinein.

Eigentlich aber könnte ich mir das ganz einfach machen und ähnlich wie Trump einfach alles ignorieren. Wozu auch sich Gedanken machen? Meine Frau und ich habe keine Kinder, ob nach uns die Welt untergehen wird, könnte uns demnach herzlich egal sein. Ist es aber nicht. Wir versuchen, unseren ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten. Das gelingt nicht immer, aber allein der Verzicht auf ein Auto ist schon mal ein großer Gewinn für die Umwelt. Zudem die viele Kästen Wasser, die wir nicht schleppen müssen.

Was mir in dem Zusammenhang unbegreiflich ist sind Kollegen, die nach wie vor Sixpacks mit 1,5 Liter Wasser in Plastikflaschen kaufen, die auch noch mit Plastikfolie zusammengehalten werden. Und dann auch noch Kinder in die Welt setzen. Für mich geht das schon in die Richtung schizophrenes Verhalten.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren