Prinzessin aus dem Weltraum

Prinzessin aus dem Weltraum

Mit George Michael konnte ich nie etwas anfangen. Auch nicht mit seiner Musik. Das wohl Einzigste was ich übe in wusste, war seine Verantwortlichkeit für das nervendste Weihnachtslied aller Zeiten. „Last Christmas“ ist wohl ein Hit, wird aber geschätzt von der Hälfte der Weltbevölkerung gehasst.

Witze posthum zu machen, hat immer etwas garstiges. Daher verkneife ich mir das Naheliegende an dieser Stelle. George Michael ist im Alter von 53 am 1. Weihnachtsfeiertag verstorben. Ein weitere Toter in diesem immer noch nicht endeten wollenden Jahr.

Thor_Deichmann / Pixabay

Wirklich betroffen macht mich ein weiterer Tod, von dem ich gestern erfuhr. Carrie Fisher erlag einem Herzanfall. Carrie Fisher? Wer mit Star Wars nichts am Hut hat, wird vermutlich mit ihrem Namen wenig verbinden. Eine Rolle in den ersten Filmen der Saga war für sie prägend und überschattet alles weitere, was sie beruflich unternahm. Carrie Fisher — sie war nicht nur für mich Prinzessin Leia. Die (wie man erst in „Die Rückkehr der Jedi-Ritter erfuhr) die Zwillingsschwester von Luke Skywalker. Und somit die Tochter von Darth Vader. Ja, es hing ein Poster von Leia in meinem Zimmer. Für mich war sie eine viel interessanter Figur als Luke. Taff, Entscheidungen treffend, wo Luke eher zögerte. Klar, dass sie dann mit dem Draufgänger Han Solo zusammenkam.

Gefreut hat es mich, sowohl Harrison Ford als auch Carrie Fisher in ihren Rollen als Han Solo und Prinzessin Leia in „Das Erwachen der Macht“ wieder zu sehen. Gealtert in der Wirklichkeit und auch in der Saga selber. Das „Fans“ über Carrie Fisher herzogen, weil die Schauspieler im Laufe der Jahre zugenommen hatte, machte mich wütend. Jeder das Recht darauf, in Würde zu altern. Und auch das Recht, dabei dicker zu werden – was im Übrigen im Alter nichts ungewöhnliches ist.

Mit 60 Jahren zu sterben ist verdammt früh. Ob sie in einen der folgenden Star Wars Teile mitgespielt hätte, ist absolut unwichtig. Für mich bleibt Carrie Fisher für immer Prinzessin Leia, auch wenn sie mit der Rolle mitunter ihre Schwierigkeiten hatte.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren