Nachlese Essen 2016

Nachlese Essen 2016

Während in Essen die Spielmesse noch bis morgen weite geht, haben meine Frau und ich heute zwei Gänge zurück geschaltet. Etwas Wochenend-Einkauf, ausschlafen und bisher zwei Runde Agricola gespielt.

Meinem Empfinden nach sind die Samstage und Sonntage ehedem Tage auf der Messe, die noch voller sind als die restliche Zeit. Noch mehr Menschen und Gedränge brauche ich nicht — außerdem haben wir bereits das Budget für dieses aufgebraucht.

stux / Pixabay

Wie dem auch sei, nach der Messe ist natürlich wie immer auch vor der Messe und ich freue mich bereits jetzt auf das kommende Jahr. Obwohl ich noch keinen blassen Schimmer habe, wo wir eventuelle Neuerwerbungen unterbringen sollen. Vermutlich werden wir uns doch von ein paar Spielen trennen müssen. Geeignete Kandidaten gibt es bereits.

Anlass für mich, noch einen dritten Artikel zur unserem Messebesuch zu schreiben war jedoch der Umstand, dass ich bin den vorherigen beiden Blogeinträgen ein paar Eindrücke vergessen habe zu erwähnen.

Da wäre zum einen der Stand vom Heidelberger Spieleverlag in Halle 1. Sonst war es so, dass es Tische zu einem Carré zusammengestellt waren. Dort ließen sich die regulären Spiele kaufen, dass Personal in der Mitte bediente einen. Zusätzlich gab es noch die Resterampe, einen abgesperrten Bereich, für den man sich in einen meistens lange Schlange einreihen musste, bevor man einen Blick auf die Sonderangebote werfen durfte. Diesmal war beides zusammen gelegt. Schlange stehen ohne zu wissen, ob sich das lohnt ist nicht mein Ding — und anderen Besuchern ging es ähnlich, zumindest konnte ich hier und dort ein paar irritierte Äußerungen aufschnappen. Das die Schlange einen schmalen Gang noch schmaler machte ist ehrlich gesagt ziemlich übel gewesen. Vor allem für die Stände direkt gegenüber der Schlange.

Ziemlich kurios fand ich, wie viele Besucher, mich eingeschlossen, Standpersonal in Englisch ansprachen, wenn nicht eindeutig klar war, dass es sich um deutsch sprechende Personen handelte. Auf diese Weise führte ich mindestens drei längere Gespräche in Englisch, bis mein gegenüber und ich feststellten, dass wir unsere Unterhaltung auch in unserer Muttersprache hätten führen können. Meiner Meinung nach ist die Wahl von Englisch als Sprache der Kommunikation in jedem Fall ein Zeichen von Höflichkeit uns Respekt. Und ein Zeichen dafür, dass es tatsächlich die größte internationale Spielmesse ist, auf der man sich befindet.

Gefühlt zugenommen haben die Stände mit Spielen, die über Kickstarter finanziert wurden oder hoffen, darüber finanziert zu werden. Auf der einen Seite eine positive Entwicklung. Andererseits etwas ärmlich für diejenigen, die ein Spiel mitfinanzieren und das Risiko tragen (oder getragen haben) ärgerlich, wenn die Spiele samt der eigentlich exklusiven Kickstarter-Boni auf der Messe zum freien Kauf angeboten werden. Da fragt man sich doch, warum man sich an einer Vorfinanzierung beteiligen sollte.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren