Ostern ohne Möhren

Ostern ohne Möhren

Für die Osterfeiertage hatte ich tatsächlich einen Plan. Und der ist, wenn man heute aus dem Fenster schaut, etwas ins Wasser gefallen. Für mich wieder ein Beleg dafür, wie abhängig man beim wandern vom Wetter ist. Klar, wie man Sportler in der Oberstufe zu sagen pflegte: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung.“ Spaß machen sollte das Wandern aber schon.

Wie sehr Regen auf die Stimmung drückt, wenn man lange zu Fuß unterwegs ist, weiß ich noch gut vom letzten Sommer. Aber sei es drum, es gibt für diesen Karfreitag auch genügen Alternativen, für die man nicht mal raus zum tanzen muss. Was ehedem nicht erwünscht ist. Zudem kann ich nicht tanzen und halte das Tanzverbot auch für angemessen. Wer das anders sieht, kann auch heute und Montag arbeiten gehen. Fleisch oder Fisch — beides geht nicht.

jackmac34 / Pixabay

Wo wir gerade beim Thema Fisch sind. Den gibt es traditionell am Karfreitag auch bei uns. Diesmal ein etwas bequemer Fisch, in Bezug auf die Zubereitung. Nein, keine Fischstäbchen, sondern Lachs aus dem Ofen mit Kirschtomaten und Fenchel (als Knolle, nicht als Gewürz). Zwar gab es gestern Abend schon Fisch in Form von Sushi, in einem tollen Restaurant in Bayenthal, aber Fisch geht (oder schwimmt, wenn man so will, denn er hat ja keine Beine) immer. Das Restaurant betreiben die Eltern einer Schülerin meiner Frau. Und ja, wir haben ganz regulär bezahlt. In Köln muss man so was ja immer extra betonen.

Zurück aber zum Wetter und zum heutigen Tag. Sonne wäre uns lieber gewesen, aber wir wissen uns auch bei Regen zu beschäftigen. Nach einer Runde Istanbul haben wir den Tisch ausgezogen und Battlelore (2. Edition) aufgebaut. Das Einleitungsspiel zur Auffrischung der Regeln liegt bereits hinter uns, gleich geht es in die erste richtige Schlacht. Nach dem der Sieger dann feststeht, gibt es etwas ähnliches wie Friede, Freude, Eierkuchen — wir werden zusammen eine Rübli-Torte backen. Zu Ostern ein Klassiker, leider nicht nur bei uns. Obwohl wir wochenlang an der meiner Meinung nach wichtigste Zutat, Marzipanmöhren als Dekoration, immer wieder vorbeigegangen sind, war davon gestern in den Supermärkten keine Spur mehr zu sehen. In fünf Geschäften, die wir aufsuchten, klaffte im Regal an der entsprechenden Stelle eine Lücke.

Was mich daran besonders nervt ist der Umstand, dass uns das nicht zum ersten Mal passiert ist. Sobald es die Dinger wieder gibt, werde ich unter Berücksichtigung des Haltbarkeitsdatums einen Vorrat anlegen.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren