Fotos in der Wolke

Fotos in der Wolke

Über den Wolken ist der Speicherplatz grenzenlos – Lieder, die so nicht gesungen wurden. Die Freiheit, um die es eigentlich in dem Text geht, lässt sich vermutlich genauso in Euro beziffern wie die Gigabyte, für die man bezahlen muss, wenn man seine Daten in der Cloud ablegt. Datenschutz, gerade in Verbindung mit Freiheit, wäre sicher ein spannendes Thema. Für mich persönlich habe ich schön vor einiger Zeit entschieden, meiner Bequemlichkeit den Vorzug zu geben. Was ich, Thomas Boley, im Detail mache, interessiert weder die NSA noch den Bundesverfassungsschutz — ja, auch über diese Ansicht kann man diskutieren.

Genauso wie über die an Apple zu entrichtende monatliche Gebühr für die iCloud-Nutzung. Nach dem Upgrade auf die neusten Mac OS X und iOS Version heute morgen stand ich vor der Wahl, entweder meine Fotos an die iCloud anzubinden mit dem neuen „Fotos“ oder eben nicht — mit allen Konsequenzen. Meine bisher erworbenen 20 GB Speicherplatz in der Wolke reichten für knapp 40 GB Fotos kaum aus. Die nächste Stufe beinhaltet 200 GB und kostet monatlich 3,99 Euro. In dem Moment wo ich auf „kaufen“ klickte, wurde mir klar, warum sich Apple leisten kann, sein Betriebssystem zu verschenken. Abo-Dienste sind wesentlich gewinnbringender.

Optimierung dauert...
Optimierung dauert…

Das neue „Foto“ welches iPhoto vollständig ersetzt, sieht gewöhnungsbedürftig aus. Zum Glück lässt sich die Seitenleiste über „Darstellung“ einblenden. Dennoch, schaut man genauer hin, sieht man Lücken.

Was zum Beispiel fehlt, ist die Anbindung an flickr wie früher. Klar, Apple will sich selber nicht das Wasser abgraben, zumal bei flickr 1 TB Speicher kostenlos für Bilder zur Verfügung steht. Diese Ausschließlichkeit finde ich von Apple allerdings ziemlich engstirnig. Wer viel fotografiert, will seine Bilder sicher bei mehr als einem Fotodienst hinterlegen. Redundanz ist manchmal ganz gut.

Bisher noch nicht verstanden habe ich Art und Umfang der Synchronisierung. nach über 2 Stunden sieht es auf allen Geräten längst nicht gleich aus. Natürlich will ich wohl kaum alle meine Fotos auf dem iPad mini mit seinen gerade mal 16 GB Speicher haben. Aber es wäre zum Beispiel schön, wenn die Favoriten überall identisch sind. Besonders nett wäre eine Statusanzeige, damit man sieht, ob und was noch hochgeladen wird. Bei meinem Mac mini merke ich das nur, weil die Festplatte noch arbeitet, dass etwas passiert.

Nachtrag: Scheinbar gibt es doch eine Anbindung an andere Dienste. Diese verbirgt sich unter „Ablage“ und „Bereitstellen“. Damit kann man Bilder durchreichen, aber nicht auf Alben zugreifen, so wie das vorher der Fall war.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren