Datenverbrauch beim wandern im Blick

Datenverbrauch beim wandern im Blick

Beim wandern verbraucht man nicht nur Kalorien, sondern auch ganz andere Dinge, auf die man im Gegensatz zu überzähligen Pfunde ganz und gar nicht verzichten will. Wer wie zu Großvaters Zeiten auf Schusters Rappen unterwegs ist, dem stellen sich die Probleme nicht, dem sich ein Wanderer 2.0 gegenüber sieht. Statt mit Karte und Kompass reicht ein GPS-Gerät um sich zu orientieren. Der Fotoapparat ist wie selbstverständlich digital und auf die Annehmlichkeiten der modernen Kommunikation möchte man auch unterwegs in freier Natur nicht verzichten.

Um nicht einen Berg Ausrüstung mit sich herumzuschleppen, nutze ich ein einziges Gerät, welches alle Bedürfnisse gleichzeitig abdeckt. Mein iPhone ist mehr als nur Telefon, es ist dient zur Navigation, zeichnet im Hintergrund die Route auf und gleichzeitig fungiert es als kompakte Kamera.

Während der eigene sich durch Wandern in der Natur fernab der Großstadt der eigene Akku auflädt, steht die Anzeige beim iPhone irgendwann bei unter 10%. Ein Bereich, in dem es schon kritisch werden kann, je nach dem, was man noch vor sich hat. Unterwegs keine Fotos mehr machen zu können, würde ich persönlich nicht als Drama bezeichnen. Wenn man dagegen irgendwo in freier Wildbahn steht und plötzlich hilflos ist, weil einem die Orientierung mittels GPS fehlt, das alles andere als lustig. Wie ich selber oft genug feststellen musste, gibt es genügend Wanderwege, bei denn die Beschilderung nachlässig ist. Oder gar nicht vorhanden, sofern man sich zu Hause eine vielversprechende Route selber zusammen gestellt hat.

Aus diesem Grund besitze ich seit einigen Monaten einen kompakten Akku, mit dem ich das iPhone einmal wieder vollständig aufladen kann. Dadurch bin ich unterwegs deutlich entspannter. Durch die Anzeige am Smartphone bekommt auch rechtzeitig einen Hinweis, wenn das Gerät aufgeladen werden möchte. So ausgestattet sollte glaubte ich, alle Eventualitäten berücksichtigt zu haben. Leider gibt es aber noch etwas anders, was sich unterwegs aufbraucht: der eigene Datentarif.

Eine ganze Menge Apps sendet über das Netz Daten, manche auf Verlangen des Benutzers, andere auch einfach so. Wenn ich von unterwegs ein neues Bild bei Instagram hochladen, ist mir sehr wohl bewusst, wie viel da an Traffic anfällt. Bei anderen Anwendungen ist das jedoch nicht eindeutig. Manchmal ändert sich mitunter eine Verhalten durch ein Update der App. So war ich mir bis zum letzten Wochenende ziemlich sicher, meine Lieblingsnavigations-App im Griff zu haben. Felsenfest war ich überzeugt, Route und zugehörige Karte offline verfügbar gemacht zu haben. Schließlich steht mir nach Erwerb aller Regionen das gesamte Kartenmaterial zur Verfügung. Zumindest theoretisch, denn die jeweilige Region muss man schon auf das iPhone heruntergeladen werden.

Die Eifel erstreckt sich weit über Nordrhein-Westfalen hinaus. Ungünstig für mich, denn das Kartenmaterial aus Rheinland-Pfalz hatte ich nicht für die Offlinenutzung zu Hause geladen. Daher holte sich mein iPhone munter beim wandern sukzessiv das benötigte Kartenmaterial aus dem Internet. Bei über fünf Stunden kam auf dieses Weise einiges an Traffic zusammen. Wie viel genau, sah ich erstmal nicht. Irgendwann bekam ich eine SMS und dann war es vorbei mit der (schnellen) Internetnutzung. Und ohne Netz kann man selbst mit frisch geladenem Akku nicht mehr navigieren.

Apps, welche die Datenverbrauch messen, gibt es einige. Die meisten davon sind jedoch ungenau oder umständlich, manchmal sogar beides. Viel lieber wäre es mir, keine App starten zu müssen, sondern mit einer Wischgeste in der Mitteilungszentrale meinen derzeitigen Datenverbrauch zu sehen. Beim Wetter prüfe ich auf dieses Weise unterwegs, ob noch alles im grünen, sprich sonnigen Bereich ist.

Das so ein Widget keine Wunschvorstellung ist, zeigt Simyo, wo man im vergangenen November die neue Version der hauseigenen App präsentierte. Genau so stelle ich mir das vor. Ohne die Navigationsapp verlassen zu müssen eben prüfen können, wie der Datenverbrauch ist. Auf diese Weise fällt dann auch wesentlich schneller auf, ob etwas nicht in Ordnung ist. Vor allem, ein Widget direkt vom Mobilfunkanbieter und nicht einem Dritten, der dann auf meine Daten zugreift.

Sicher, ich könnte solche Probleme komplett umgehen. Entweder in dem ich wieder auf die althergebrachte Art wandere. Das ist allerdings für mich nur schwer vorstellbar. Sinnvoller wäre, zusätzliche Geräte in kauf zu nehmen und wieder auf Spezialisten zurück zu greifen. Im Falle der Navigation als auf ein reines GPS-Gerät zum wandern. Nur hat mich da bisher noch keines wirklich überzeugt. Zum Teil weil sie in Preisregionen liegen, die in denen man bereits ein gutes Smartphone bekommt oder aber, weil die Bedienung alles andere als intuitive ist. Das schöne an meiner derzeitigen Lösung ist schließlich die Einfachheit. Eben so einfach, wie ein Widget in der Mitteilungszentrale. Kennt man so was, möchte man auch nicht mehr darauf verzichten.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren