iPad und Brettspiele

iPad und Brettspiele

Seit nunmehr zwei Jahren steht die letzte von meiner Frau und mir gekaufte Spielekonsole, die Xbox 360 verpackt im Keller. In den Jahren davor begleitete uns mindestens immer eine Konsole. Anfangen mit der Playstation One, der Playstation II, dann der Xbox und schließlich eben jener Xbox 360, die jetzt im Keller steht. Sie ist voll funktionstüchtig, das ist also nicht der Grund für ihre Einlagerung. Mir war auch bewusst, dass die Konsole auf längere Zeit keinen Nachfolger haben wird. Dabei spielen meine Frau und ich leidenschaftlich gerne. Wir sind aber vor allem in erster Linie Brettspieler. Konsolenspiele meistens in der Vergangenheit auch deshalb, weil unsere Sammlung an Brettspielen an Alternativen für bestimmte Stimmungen fehlte. Zusätzlich gibt es zwei Entwicklungen, die aus meiner Sicht Konsolen in unserem Haushalt die Berechtigung entziehen. Spiele für zwei Personen, die über wenige Klassiker hinausgehen, sind deutlich häufiger geworden. Vor allem auch Spiele, bei denen man in der Spielwelt richtig eintauchen kann.

Gerade beim iPad ist der technische Fortschritt so stark spürbar, dass es in einigen Punkten den Konsolen ebenbürtig wird. Nicht bei allen Genres, ganz klar, denn ein Ego-Shooter spielt sich am besten mit einem physikalischen Eingabegerät (hier lässt sich zwischen Maus / Tastatur und Gamepad ein Glaubenskrieg anzetteln). Gerade aber die Spiele, die ich mag, sind auf dem iPad besser. Gerade Ableger von Brettspielen oder Spiele, die anmuten wie ein Brettspiel, sind mit einem Touchdisplay natürlich zu steuern. Von diesen haben sich auf meinem iPad einige angesammelt. Eines der letzten von mir gekauften iOS-Spiele hat zudem mal wieder (zuvor hatte ich es bei Galaxy Trucker schon mal) eine Rückkoppelung. Die digitale Version des Brettspiels machte so viel Lust auf die physikalische Ausgabe, dass wir uns diese auch kauften.

Im Fall von Battle Lore ist es sogar so, dass die beide Version ähnlich sind, aber doch Unterschiede aufweisen. Die Kampagne spiele ich auf dem iPad, zu zweit schlagen wir unsere Schlachten dann auf dem Wohnzimmertisch. Ein Multiplayermodus ganz ohne Internet. Wem weder die digitale Variante noch das Brettspiel etwas sagt, dem kann ich vor allem ein Rezensions-Video ans Herz legen, nämlich der geniale englischen Webseite Shut up & sit down:

Über die Webseite bin ich gestolpert, als ich mich über Battle Lore informieren wollte. Seit dem habe ich die Jungs in mein Herz geschlossen. Für mich sind es die besten Review-Videos, die ich kenne — weil die Besprechung alles andere als trocken sind und genau meiner Art von Humor entsprechen.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren