facebook für Autoren

Als Autor kommt man an der Nutzung von facebook genauso wenig vorbei wie an der Anschaffung eines Dudens für Rechtschreibung. Wer sich mit facebook auseinandersetzt, muss für sich selber entscheiden, ob er das soziale Netzwerk nutzen möchte oder nicht.

Die grundsätzliche Diskussion steht im folgenden nicht im Vordergrund, sondern es soll im Rahmen eines pragmatischen Ansatzes um Anregungen zu Nutzung des sozialen Netzwerks gehen. Bei aller berechtigter Kritik in Bezug den Datenschutz sollte man eines als Autor nicht unterschätzen: durch die Nutzung des Netzwerks lässt sich die Leserbindung verstärken.

Aus Sicht eines Autors spricht auf jeden Fall für facebook, dass man darüber eine direkten Weg bekommt, mit seinen Leserinnen und Lesern in Kontakt zu treten. Dabei sollte facebook allerdings immer eine Ergänzung zu anderen Möglichkeiten und vor allem zu bestehenden Webseite des Autors sein. Je nach Zielgruppe holt man seine Leser auch genau da ab, wo sich sich bereits befinden und gibt ihnen das Gefühl, näher an ihrem Lieblingsautor zu sein.

Wer sich mit facebook beschäftigt, kommt früher oder später an den Punkt, wo er darüber nachdenkt, ob er als Autor eine Seite bei facebook benötigt. facebook unterscheidet deutlich zwischen Profilen, die immer mit genau einer (echten) Person verbunden sind (sein sollten) und den Seiten. Dabei ist eine Seite zum Beispiel der Auftritt eines Unternehmens, einer Organisation, eines Künstlers (oder eben Autors) – auch für einen guten Zweck lässt sich eine Seite erstellen.

Die wichtigsten Unterschiede zwischen einer Seite und einem Profil in Stichpunkten:

  • eine Seite hat keine Freunde, sonder Fans
  • Seiten haben „Gefällt mir“, Profile haben „Abonnieren“
  • eine Seite kann mehre Administratoren haben
  • ein Fan muss nicht bestätigt werden, ein Freund schon
  • eine Seite ist immer öffentlich
  • zu einer Seite lassen sich Statistiken aufrufen

Die Frage, die sich einem Autor dabei stellt ist die, ob er grundsätzlich lieber über eine Seite mit seinen Fans in Kontakt treten möchte oder den Weg über das Profil bevorzugt. Zwei Punkte sprechen vor allem dafür, eine Seite anzulegen. Als Autor hat man Leser, was eher Fans als Freunden entspricht. Autor ist nur eine Rolle, die man einnimmt, entsprechen ist es sauberer, zwischen dieser Roller und sich als Person zu trennen.

Je erfolgreicher man auf facebook ist, desto höher wird der Verwaltungsaufwand. Jeder Freund muss bestätigt werden. Bei Seiten, die Fans haben, ist dies nicht nötig. Seiten haben auch den Vorteil, dass ihre Pflege auf mehrere Schultern verteilt werden kann. Laut den Richtlinien von facebook darf ein Profil nur von der entsprechenden Person, die das Profil abbildet, gepflegt werden. Wenn die erfolgreiche Bestsellerautorin Milla Muster ihr Profil vom Verlag oder einer Agentur betreuen lässt, ist das im Grunde ein Verstoß gegen die Richtlinien und kann in letzter Konsequenz zur Sperrung oder Löschung des Profils führen.

Auf der anderen Seite ist ein Profil wesentlich persönlich. Leser bekommen den vielleicht nicht ganz unberechtigten Eindruck, an dem, was der Autor macht, tatsächlich auch teilhaben zu können. Allerdings ist dann bei 5.000 Freunden Schluss.

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