Besser elektrisch

Zugegeben, es ist mein zweiter Anlauf, mit einer elektrischen Zahnbürste warm zu werden. Vor ein paar Jahren probierte ich eine dieser günstigen batteriebetriebenen aus.

Das Ergebnis des ersten Versuchs überzeugte mich nicht. Besser von Hand putzen, war meine Erkenntnis. Dabei wurde ich im Vorfeld gewarnt. Das von mir erworbene Modell sei keinesfalls aussagekräftig, um daraus Rückschlüsse auf elektrische Zahnbürsten generell ziehen zu können.

Mehrere Jahre später, Gegenwart. Vor etwa einer Woche zog ich die Bilanz meiner bisherigen Zahnhygiene. Rund 14 Tage dauert es, bis ein Zahnbürstenkopf bei mir abgekaut aussieht. Mein Zahnfleisch massakriere ich entweder oder lasse es ganz in Ruhe. Kurz gesagt, habe ich vermutlich seit Jahrzehnten die falsche Putztechnik – so was lernt man leider nicht in der Schule.

Bedingt durch eine scherzhafte Zahnfleischentzündung und vermutlich auch Parodontose musste ich eine Entscheidung treffen. So wie bisher weitermachen kam nicht in Frage. Natürlich könnte ich auch zum Zahnarzt gegen – nur die Antwort bezüglich meiner Putztechnik hatte ich mit schon selber gegeben.

Mehr spontan fasste ich den Entschluss, es noch mal mit einer elektrischen Zahnbürste zu versuchen. Diesmal verbrachte ich allerdings ein paar Tage damit, Informationen zu sammeln und Testberichte zu lesen. Schließlich fiel die Wahl auf ein Modell von Oral-B, zweiter Platz bei Stiftung Warentest. Etwas über eine Woche ist die Bürste jetzt im Einsatz. Mit dem bisherigen Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Dank Timer (ich putze zwei Durchgänge lang) und systematischer Vorgehensweise fühlen sich meine Zähne wie nach einem Zahnarztbesuch an – im positiven Sinne. Manchmal braucht man eben mehr als einen Anlauf. Das richtige Equipment ist dabei auch entscheidend.

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