Schreibzutaten

Auch angehende Autoren werden mitunter gefragt, was für sie die wichtigsten Zutaten beim Schreiben sind. Das lässt sich nicht nur Genreübergreifend mit drei Begriffen beantworten: Wille, Disziplin und Ausdauer.

Wie beim Abnehmen oder Training im Fitnessstudio ist der Wille zunächst Entscheiden auch beim schreiben. Wem der Wille fehlt, fängt erst gar nicht an zu schreiben – oder bleibt bei seinem Übergewicht. Wenn man sich erstmal aufgerafft hat, kommt es dann im folgenden mittels Disziplin zu einer Routine zu finden. Wöchentliches Training, tägliches schreiben. Über den Tag verteilt weniger essen. Der Will bringt einen auf den Weg, die Disziplin sorgt dafür, dass man nicht bei den ersten Schwierigkeiten (und die kommen ganz sicher) aufgibt.

Wenn man sich das als Weg vorstellt, den man geht, fehlt noch die dritte Zutat, die Ausdauer. Sie ist notwenig, damit einem nicht auf halber Strecke (oder noch viel schlimmer, kurz vorm Ziel) die Puste ausgeht. Sicher kann man jetzt einwenden, es würde noch etwas fehlende. Zum Beispiel die Phantasie. Oder Kreativität. Mit beiden verhält es sich wie mit Gewürzen. Sie machen ein Gericht rund, sind aber nicht die Hauptzutat. Und vor allem gibt es auch ein Zuviel. Ein Gericht nur aus Gewürzen macht bestimmt vieles, aber eins mit Sicherheit nicht: satt. So ist es beim Schreiben ebenfalls. Kreativität und Phantasie alleine ergeben keine brauchbare Geschichte.

Kommentar verfassen