Fallende Sterne

Seit unserem Urlaub in Afrika 2001 wissen DER CHEF und ich, dass man sich auf die Sterne, die ein Hotel hat oder angeblich hat, nicht wirklich verlassen kann. Nun ist Bad Lippspringe sicherlich nicht Afrika, denn im ersten genannten würde ich nicht mal tot Urlaub machen, aber auch dort scheint man es mit den Sternen nicht genau zu nehmen.

Für eine Hochzeit hatten wir uns zum schlafen in einem Hotel in der Stadt (wenn man die Ansammlung von ein paar Geschäften und Häusern rund um einen autofreien Bereich so nennen kann) einquartiert. Ein drei Sterne Hotel. Superior, wie auch heute auf der Rechnung stand.

Lieber Herr Scherf, mal ganz ehrlich. Für die Kategorie erwarte ich eigentlich, dass man das Zimmer zum schlafen auch verdunkeln kann. Meine Frau und ich waren bei Sonnenaufgang wach, da es für eines der Dachfenster, dass ausgerechnet auch noch direkt unserem Bett gegenüber lag, keine Jalousie gab. Nichts, null Möglichkeit, dem Tageslicht auszuweichen.

Da nützt es auch nichts, wenn Ihnen das leid tut, denn davon kann ich mir nichts kaufen. Zumindest ein Rabatt wäre angemessen, wenn wir mehrfach auf die Mängel vor dem zahlen der Rechnung hingewiesen haben. In einem Ibis-Hotel wäre so was nicht passiert. Ibis ist zwar so eine Art McDonalds fürs schlafen, aber zumindest weiß man immer genau, was einen erwartet und was man erwarten darf. Bei Problemen gibt es dann das 15-Minuten Versprechen.

Sollten Nadine und ich uns jemals wieder in Bad Lippspringe aufhalten, was hoffentlich nie wieder der Fall sein wird, so werden wir uns garantiert ein anderes Hotel suchen. Am besten auch keins, wo man sich nachts an der Dachschräge den Kopf stößt, wenn man zur Toilette geht – wobei das ja immerhin die Sterne erklären würde.

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