Anerkennung für Verlierer

Anerkennung für Verlierer

Heute war jemand bei Twitter der Meinung, dass man Trotz der Niederlage von FC Bayern im Finale der Champions League gegen Inter Mailand doch die Leistung der Mannschaft aus München anerkennen müsse. Gleiches ließe sich wohl auch über die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft sagen, die es gerade mal so auf den vierten Platz schaffte.

Die bittere Wahrheit ist aber, dass beide Mannschaft schlicht und einfach verloren haben. Punkt aus. Jetzt zu meinen, man müsse doch ihre sportliche Leistung anerkennen, ist ungefähr so, wie wenn der dicke Tobias aus der achten Klasse bei den Bundesjugendspielen als letzte über die Ziellinie kommt und seine Klassenlehrerin wohlwollen meint, man müsse doch anerkennen, dass er mitgemacht habe.

Mitmachen allein reicht aber nicht aus. Entweder man gewinnt, oder man gehört zur großen Gruppe der Verliere, So ist das nunmal im Sport. Schließlich ist das ein Wettkampf und kein betreutes Turnen.

Es gibt ein Zitat, das dies ziemlich genau auf den Punkt bringt:

You don’t win silver you lose gold.

Das sollten sich die deutsch WM-Fußballmanschaft von Joachim Löw über ihre Betten in Südafrika schreiben. Ob es hilft, wird sich dann zeigen.

4 Replies to “Anerkennung für Verlierer”

  1. Ich finde so pauschal sollte man es nicht sehen.
    Es ist ein Unterschied ob Bayern gegen Inter verliert, weil diese einfach ein besseres Spiel hatte und auch lauffreudiger waren. Im Gegensatz dazu hatte Bayern Werder Bremen einfach deklassiert.

    Die deutschen waren schon immer eine Turnier Mannschaft die Klasse durch Siegeswillen aufwiegen konnte. Favoriten sind wir eh nicht bei der WM, aber ich bin mir sicher, dass wir wie immer oben dabei sind.

  2. Ich bin mal gespannt was die Regierung diesmal sich während der WM für einen Schachzug überlegt. Schliesslich achtet niemand was in der Politik passiert während einer solchen Veranstaltung.

    Ich hab gesehen du bist auch auf dem WordCamp in Berlin, da könnte man sich ja aufjedenfall mal ein wenig darüber unterhalten ;-)

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren