Farbspiele in Düsseldorf

Jetzt, da wir alle noch mal eine Nacht drüber geschlafen haben, lässt sich vernünftig über mögliche Koalitionen nach der NRW-Wahl reden.

Auch wenn es sicher keine Wunschkombination von nicht wenigen in der SPD ist, so wäre doch Rot-Grün-Rot die beste Option. Auch wenn sie sich mit 0,1 Prozent Vorsprung vor der SPD als stärkste Partei fühlt, so ist die CDU und insbesondere der bisherige Ministerpräsident abgewählt worden.

Diese Partei noch an der Macht zu halten, würde der SPD genauso schaden, wie eine Option mit der FDP. Deren Programm ist unverträglich mit sozialdemokratischen Positionen.

Also eben Rot-Grün-Rot. Die Linken mit im Boot zu haben, muss trotz aller Bedenken und berechtigter Kritik nicht von sich aus verkehrt sein – in dieser Hinsicht habe ich nicht nur dazu gelernt sondern am Sonntag auch gesehen, was der Wähler will.

Die SPD kann in so einer Konstellation nur gewinnen. Disziplinieren sich die Linken, haben wir nicht nur eine stabile Regierung in Düsseldorf, sondern auf Lange Sicht werden die Linken auch wieder aufgesaugt von der SPD.

Werden dagegen die Linken ihrem vorauseilendem Ruf als Chaoten gerecht, wir der Wähler das entsprechend beim nächsten mal auch honorieren. Die Linken wären nicht nur wieder raus aus dem Landtag, sondern hätten sich auf absehbare Zeit auf Landes- und Bundesebene die Chancen verbaut. Ein Scheitern von Rot-Grün-Rot ist also nicht im Interesse der Linken im Bund.

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