Alte Lieder oder Tony Mono

Damit kein falscher Eindruck entsteht, sei direkt einleitend gesagt, dass das die Tony Mono Tour 2010, die DER CHEF und ich gestern besucht haben, erstklassig ist. Ich kann mich nicht erinnern, überhaupt in einem Konzert jemals so gelacht zu haben. Allerbeste Unterhaltung! Das wohl einzige, was wir gestern Abend dafür verpasst haben, war der erste Tag des Unterbezirksparteitages.

Früh aufgestanden, da der Samstag ganz im Zeichen des zweiten Tages des Unterbezirksparteitages stehen würde, habe ich heute morgen natürlich wie immer zuerst die Neue Westfälische gelesen (mit der bin ich einfach schnell durch). Natürlich gab es auch einen Artikel zu gestern Abend. Auch wenn der anwesende Redakteur wohl keine Lust hatte und entsprechen auch geschrieben hat, so konnte ich doch die wichtigsten Fakten rauslesen. Die nahmen mir dann die Lust, überhaupt noch den weiten Weg zum Unterbezirksparteitag anzutreten. Gegen meine Hoffnung war Helga Gießelmann erneut zur Vorsitzenden des Unterbezirks gewählt worden. Ihr und weiten Teilen des bisherigen Unterbezirksvorstandes haben wir den erheblich Stimmenverlust bei der Bundestagswahl und den damalige Kandidaten Guntram Schneider zu verdanken. Ihr erneutes Antreten begründete sie damit, dass es schließlich einiges aufzuarbeiten gäbe. Nun, aufarbeiten kann man in der Therapie, nicht im Vorstand.

Auch wenn es heute viele junge Gesichter zu wählen gab, so wurde doch ein altes Lied gespielt. Man kennt sich, man wählt sich. Teilweise kommen einige auf eine ziemlich erschreckend hohe Anzahl an Ämter und Funktionen. Das der mutige Antrag, das Berufskolleg Senne nach der Sozialdemokratin Else Zimmernann zu benennen, mit angeblichen Sachzwängen abgebügelt wurde, ist beschämend. Selbst wenn sich im Rat der Stadt keine Mehrheit gefunden hätte, so gilt doch: lieber eine Niederlage als ein fauler Kompromiss.

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