Geistig-moralische Wende

Geistig-moralische Wende

Wer in den vergangenen Woche noch nicht genau wusste, was Guido Westerwelle mit der geistig-moralischen Wende meinte, dem dürfte dies seit spätestens Montag klar sein. Politische Entscheidungen richten sich künftig nach der Höhe der getätigten Parteispenden. Mit schlappen 1,1 Millionen Euro zum Beispiel kann man sich einen reduzierten Mehrwertsteuersatz für Hotels kaufen.

Ein Gesetz, von dem die Hotelbranche, aber nicht der Hotelgast profitiert und dessen Kosten die Allgemeinheit zu tragen hat. Wenn das keine Klientelpolitik mit dem Beigeschmack von Korruption ist, was dann?

4 Replies to “Geistig-moralische Wende”

  1. Unglaublich, mir hat es immer gewundert warum man hier im westen, häufig über Korruption in viele Osteuropäische Ländern spricht? In Endeffekt hat Korruption ja nur das Ziel, jemanden dazu zu bewegen, dass der Empfänger dafür sorgt, dass eine Entscheidung in eine besondere Richtung ausfällt. Die Entscheidungsrichtung ist nicht notwendigerweise auch die Richtung, die am günstigsten ist für der „Arbeitgeber“ ist. (Sei es ein Firma oder die Steuerzahler).

    Offensichtlich kann man mit ein bisschen Spenden Gelder das gleich bewegen und ich weiß dass manche firmen auch Beeinflussungsmitteln und Leistung einsetzen um an Aufträge zu kommen, hier nennt man das fast immer so was wie Marketing und Repräsentation.

    Ist ja eigentlich komisch das drei Sachen die im Endeffekt teilweise das gleich bewirken, nämlich das jemanden, Entscheidungen in eine besondere Richtung triff, so unterschiedlich bezeichnet wird?

    Habe ich was vergessen, oder sehe ich dass Falsch?

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren