Packback der Gratiskultur

Packback der Gratiskultur

Kai Diekmann, Chefredakteur der „seriösen” Bildzeitung, fordert in diesem Jahr das Ende der so genannten Gratiskultur im Internet. Seiner Meinung nach sei die Gratismentalität ein „Geburtsfehler”. Wenn wir ehrlich sind, müssen wir ihm recht geben.

Es gibt keinen ernstzunehmenden Grund, warum wir unserer kostbarsten Güter, nämlich Zeit und Aufmerksamkeit, auch künftig kostenlos im Internet zur Verfügung stellen sollten. Schlechte Artikel, mieses Recherchen, vollgekleistert mit viel Werbung. Wer davon profitiert – wir, die Leser sind es jedenfalls nicht.

Anderes Thema, gleiches Gleis. Frank Schirrmacher, Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen und Meister im schüren von Ängsten, war dieses Jahr für ein Buch namens „Payback” verantwortlich. In dem Buch geht es um den Einfluss des Internets auf die Gesellschaft im allgemeinen und im speziellen um die Medienüberforderung des Herrn Schirrmachers.

Ganz ehrlich, lieber Herr Schirrmacher wer mit den Anforderungen der Gesellschaft nicht mehr zurecht kommt, sollte sich schlicht und einfach auf sein Altenteil zurück ziehen statt mit waghalsigen Behauptungen anderen Steine vor die Füße zu werfen.

Das Internet entwickelt sich weiter, auch ohne Herrn Schirrmacher und ganz bestimmt auch in eine Richtung, die Kai Diekmann nicht gefällt.

One Reply to “Packback der Gratiskultur”

  1. „kostenloses Internet“ gibt es eh nicht – ansonsten würde ich meinem Provider kein Geld in den Rachen werfen!

    … und wenn Inhalte – am Besten nach Gehalt gestaffelt bepreist! – was kosten, dann freue ich mich schon auf den nächsten Nobelpreis, mit dem der Ausgezeichnete anfängt, die Recherchekosten abzubezahlen… — vllt sollte man mal wieder dran denken, wofür das Netz geschaffen wurde!

    Guten Rutsch durch’s Datennetz ins nächste Jahrzehnt!
    jbj

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren