Wäre Herr Wustocks an diesem Abend betrunken nach Hause gekommen, hätte er eine aufgebrochenen Wohnungstür und ein kaltes Bett vorgefunden. Das Bett jedoch, in dem er sich momentan erregte, war dagegen nicht kalt. Allerdings war er auch alleine, denn die Kollegin aus dem Büro hatte ihm sehr deutlich gemacht, das er ein notgeiler alter Bock war. Was auch stimmte. Stöhnend blickte Herr Wustock auf die bunten Bilder und ließ seinen nicht Blick durch das schäbige Zimmer dieser Absteige schweifen.
Während die Restfamilie Brecht gerade beim Abendbrot saß, was angesichts der angespannten Haushaltslage wörtlich zu nehmen war, hockte Frau Schmitt bereits wie üblich alleine vorm Fernseher. Ihre Lieblings Herz-Schmerz Serie verschaffte ihr etwas Ablenkung. Sie hatte Frau Wustock noch ins Krankenhaus begleitet, die sich bei ihr für ihre Hilfe bedankt. Erst als Frau Schmitt und der Assistenzarzt aus dem Zimmer waren, weinte sie ins Kissen.
Robert Brecht ging in sein Zimmer, um vor dem Schlafen gehen noch mal in den Spielzeugkatalog zu kucken. Sorgfältig schnitt er das, was er haben wollte aus und klebte es auf seinen Wunschzettel. Vielleicht würde das Christkind ihm davon etwas schenken, wenn es schon nicht die Mama zurück brachte.

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[...] Denjenigen, die ihre Leiber lieber vor den Silvesterfeierlichkeiten noch ein bisschen ausruhen und Kräfte sammeln wollen, sei stattdessen Blog-Lesefutter empfohlen. Blogger Thomas hat eine kleine, herzzerreißende Weihnachtsgeschichte in sechs Teilen auf seinem Blog Wildbits.de geschrieben. Das bisherige Ende lässt zwar genug Möglichkeiten offen für eine Fortsetzung, dennoch ist sie meiner Ansicht nach bereits rund (Links zu den Teilen I, II, III, IV, V, VI). [...]