Systemwechsel

Keine Angst, wir sprechen hier nicht von einem Umsturz des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland. Ebenso nicht über einen mindestens genauso unwahrscheinlichen Fall des Wechsels meines Betriebssystems. Es stellt sich demnach die Frage, was ich den gewechselt habe.

Nach zwei sehr unschönen Schnittverletzungen diese Woche mit einem neuen Rasierkopf und angesichts der Tatsache, dass ich für meinen Rasierer wieder neue Wechselklingen brauchte, verbrachte ich gestern eine halbe Stunde damit, mir im Supermarkt diverse Alternativen anzusehen – wobei eine Trockenrasur von vorne herein ausgeschieden ist.

Seit dem ich im Gesicht etwas habe, was entfernt an Bart erinnert, verwende ich Rasierer von Gilette. Die Marke, die mit dem Spruch

Für das Beste im Mann

wirbt, was eigentlich ziemlich armselig ist. Wenn Barthaare das Beste im Mann sind, sollte Mann sich schon ernsthaft Gedanken über seine Verfassung machen. Wie dem auch sei, damals in meiner Jugend habe ich mich wahrscheinlich durch unterschwellige Werbung verführen lassen und benutze seither Gillette Sensor Excel.

Ein Produkt von Wilkinson kam für mich ebenso wenig in Frage wie zum Beispiel ein Füller von Geha (interessant wäre eine Untersuchung, wie viel der Pelikan Schüler von damals sich heute mit Gilette rasieren).

Nun gut, aber schon meine Großmutter pflegte zu sagen, dass manche erst aus Schaden klug werden. Unbestreitbar, dass ich den diese Woche hatte. Die feinen Schnittwunden tuen, wenn man sich darauf konzentriert (was Mann besonders gut kann) immer noch weh.

Sparen wir uns aber an dieser Stelle weitere blutige Details (nicht dass diese Seite unters Jugendschutzgesetz fällt) und kommen wir zu meiner Kaufentscheidung von gestern, dem Protector 3 von Wilkinsons, der auf dem Schild im Supermarkt auf Grund seines günstigen Preises als „Volksrasierer” ausgelobt wurde – Kenner wissen, dass es sich mit dem Gerätepreis und den Folgekosten ähnlich verhält wie bei Druckern.

Der erste Eindruck nach dem herausschälen aus dieser verdammten Blisterverpackungen: der Rasier sieht nicht nur schön aus, sondern liegt auch gut in der Hand. Der Mechanismus zum wechseln der Klinge ist wesentlich besser als an meinem bisherigen Sensor Excel. Überhaupt macht das Gerät von Wilkinson einen wesentlich wertigeren Eindruck. Zum Entscheidenden, zur Rasur, kann ich jedoch noch nichts sagen, denn die nächste steht erst am Montag wieder an. Hoffentlich sind bis dahin die Schnittverletzungen geheilt, so dass ich im Gesicht wieder Platz für neue habe.

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