Ausnahmezustand in Bielefeld

Ausnahmezustand in Bielefeld

Für manche (Autofahrer, Nicht-Bielefelder, Stadtbahnverweigerer und ähnlich zwielichtige Gestalten) dürfte es völlig unerheblich sein, dass während der Sommerferien die Linie 2 nicht fährt. Für mich ist das aber schon entscheidend.

Nicht nur, weil ich keine Sommerferien habe, sondern weil ich mit der Linie 2 morgens zum Bahnhof fahre – gefahren bin. Das ist ab heute für die nächsten sechseinhalb Wochen nicht möglich. Die Alternative mit der Linie 3 bedeutet, einen 10 minütigen Spaziergang am frühen Morgen zu absolvieren.

Abends wird dieser dann etwas länger dauern, da es bergauf geht. Da macht sich dann das 15″ MacBook Pro und der Krempel, der sonst noch in der Tasche ist (Zeitung, obligatorischer Regenschirm, Schutzkleidung für den atomaren Ernstfall etc.) deutlich bemerkbar.

Nach dem Frühsport an der Haltestelle angekommen, hatte ich heute morgen das dringende Bedürfniss umzukehren und zum zweiten Mal zu duschen. Ich sollte wohl aber nicht zu laut jammern, denn die Strecke im Dauerregen könnte, sagen wir mal, sehr hässlich werden.

Das Book wird auf Grund der genialen Tasche von Ortlieb nicht nass, aber der Rest, der an der Tasche dranhängt – also ich – dürfte dann trotz Regenschirm mehr als nur leicht angefeuchtet sein.

2 Replies to “Ausnahmezustand in Bielefeld”

  1. Meistens kommt sowas für die Leute immer ganz plötzlich. Damit ÖPNV funktioniert, sind gelegentlich auch Baumaßnahmen erforderlich. Wenn es allerdings bis zum 16. August dauert, müssen Ersatzbusse bereitgestellt werden. So weit wie ich weiß, ist das für ein Teil der Linie 2 der Fall (moBiel), aber das wusstest Du bestimmt schon. Ansonsten rechtzeitig losgehen und den Umweg gemütlich bei der Wärme genießen.

  2. @Oliver: Du hast dich aber gut informiert :-) In der Tat wusste ich das mit den Ersatzbussen schon. Die brauchen aber 10 Minuten länger zum Ziel, sind also keine echte Alternative (besonders bei dem Wetter). Hinzu kommt bei Bussen noch was ganz anderes. Während mich starker Seegang auf kleinsten Schaluppen genauso kalt lässt wie Turbulenzen im Flugzeug, sorgt schon eine kurze Bussfahrt dafür, dass mir ziemlich übel wird.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren