Positives über die Bahn

Die Anzahl der Menschen, die in den letzten Monaten gutes über die Bahn gelesen haben, dürfte vermutlich verschwindend gering sein. Wie heute unter anderem in der Süddeutschen Zeitung zu lesen ist, kann das zumindest zwei Gründe haben.

Naheliegend ist natürlich, dass es keine positiven Meldungen über die Bahn zu vermelden gab. Es könnte aber auch sein, dass es nach 2007 keinen Etat mehr gab, um damit positive Umfragen und Leserbriefe zu kaufen – 2007 sollen es immerhin 1,3 Millionen Euro gewesen sein.

Jetzt, im Nachhinein, wird daraus ein weiteres PR-Desaster. In der Manier von Geheimdiensten wurde damals die „verdeckte Beeinflussung der Öffentlichkeit” versucht. Aber so wie die Stasi nicht den Untergang der DDR verhindern konnte, schafften es die Maßnahmen der Bahn nicht, Hartmut Mehdorn zu retten, auch wenn das eine etwas andere Geschichte ist.

Es ist davon auszugehen, dass demnächst Akten (im Fachjargon der Bahn Fahrkarten) von inoffiziellen Fahrgästen auftauchen, die versucht haben, Reisende, die sich laut im Zug über Verspätungen und die notorisch unpünktliche Bahn aufzuregen, zu beobachten und zu beeinflussen.

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