Terror im Zug

Terror im Zug

Durch die Presse geistert gerade wieder so ein Begriff, der völlig andere Assoziationen bei mir auslöst: Sauerlandgruppe. Ich muss dabei nicht an die Mannschaft von Herrn Müntefering oder an freie Radikale (die jetzt nicht mehr so frei sind) denken, sondern an was ganz anderes.

Vor ein paar Jahren noch bin ich nach Dortmund zur Arbeit mit dem Regionalexpress gefahren (der pendelte zu der Zeit auf der Strecke zwischen Aachen und Bielefeld). Regelmässig im Herbst fielen dann ganze Sauerlandgruppen ein. Das waren dann schon mittelschwer angetrunkene Kegelklubs auf dem Weg ins Sauerland.

Gut, ich gebe zu, ich habe nicht nur Vorurteile gegenüber Schützenvereinen (ist ja spätestens seit gestern bekannt), sondern bin auch Kegelclubs eher abgeneigt. Jedenfalls hat die Vandalen im Zug nie jemand vor Gericht gestellt. Angesichts der verheerenden Verwüstung, die die Sauerlandgruppen im Zug, insbesondere auf dem Klo, hinterließ, ist dies eigentlich verwunderlich.

4 Replies to “Terror im Zug”

  1. Also unter Sauerlandgruppe habe ich mir bisher nur
    „echte“ Sauerland Einwohner vorgestellt. Darunter fallen weder Möchtegern-Terroristen noch Kegel-Clubs. Werde wohl meine Meinung revidieren müssen…

  2. Ist doch noch „hamlos“. Ich habe mal einen Fußballsonderzug mit Fans des Kölner FC’s nach Offenbach gefahren. Danach hatten die Wagen keine Fenster und Ablagen mehr. Das lag irgendwo an der Rheinstrecke verteilt in den Gleisen.

    Leider wird ja nur der Fahrschein kontrolliert und nicht der Personalausweis. Aus diesem Grund bin ich für eine Viedeoüberwachung im Zug, auf die man in Fällen wie diesen zurück greifen kann.

  3. Also, wenn jetzt auch noch IM Zug videoüberwacht wird, dann ist man ja bald wirklich nur noch zuhause unbeobachtet (hoffentlich). Ich finde, der Überwachungswahn geht da echt zu weit…

  4. @Sven
    Moderne Nahverkehrszüge und Straßenbahnen sind ohnehin schon mit Kameras ausgestattet. Würden sich die Fahrgäste wie zivilisierte Menschen benehmen, bräuchte man den Kram nicht. Es ist seit Jahren ein Trend zu beobachten und das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen als Lokführer, Fahrgäste werden zunehmend aggressiver und handgreiflicher.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren