Doping am Arbeitsplatz

In großen Aufmachern wurde heute in der Presse von einer Studie zum Thema „Doping am Arbeitsplatz” berichtet. Immer mehr Arbeitnehmer, so die Berichte, greifen im Büro zu bunten Pillen, um ihre Leistung zu steigern (Männer) oder um gegen Depressionen zu kämpfen (Frauen). Bevor aber jetzt aber Panik ausbricht und jeder versucht, die kleinen Helferlein aus seiner Schreibtischschublade verschwinden zu lassen: es ist davon auszugehen, dass es keine Urinproben am Arbeitsplatz geben wird. Der normale Arbeitnehmer hat also erstmal nichts zu befürchten.

Was die Studie zudem verschweigt, ist die Tatdache, dass es nur die Spitze eines Eisberges ist. Die verschreibungspflichtigen aus dem Internet von dubiosen Webseiten bestellten Pillen sind nur die Extremfällen. Wer mit Angestellten spricht, stellt schnell fest, dass Doping weit aus größerer Kreise zieht. In den meisten Fällen wird dabei zu legalen Mittel gegriffen, wie zum Beispiel Kaffee oder Süßigkeiten. Zahlen belegen, dass die Menge an Kaffee und Süßwaren, die ein Büroangestellter an einem durchschnittlichen Arbeitstag verbraucht, weit über dem liegen, was er am Wochenende oder im Urlaub zu sich nimmt.

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