Doping am Arbeitsplatz

Doping am Arbeitsplatz

In großen Aufmachern wurde heute in der Presse von einer Studie zum Thema „Doping am Arbeitsplatz” berichtet. Immer mehr Arbeitnehmer, so die Berichte, greifen im Büro zu bunten Pillen, um ihre Leistung zu steigern (Männer) oder um gegen Depressionen zu kämpfen (Frauen). Bevor aber jetzt aber Panik ausbricht und jeder versucht, die kleinen Helferlein aus seiner Schreibtischschublade verschwinden zu lassen: es ist davon auszugehen, dass es keine Urinproben am Arbeitsplatz geben wird. Der normale Arbeitnehmer hat also erstmal nichts zu befürchten.

Was die Studie zudem verschweigt, ist die Tatdache, dass es nur die Spitze eines Eisberges ist. Die verschreibungspflichtigen aus dem Internet von dubiosen Webseiten bestellten Pillen sind nur die Extremfällen. Wer mit Angestellten spricht, stellt schnell fest, dass Doping weit aus größerer Kreise zieht. In den meisten Fällen wird dabei zu legalen Mittel gegriffen, wie zum Beispiel Kaffee oder Süßigkeiten. Zahlen belegen, dass die Menge an Kaffee und Süßwaren, die ein Büroangestellter an einem durchschnittlichen Arbeitstag verbraucht, weit über dem liegen, was er am Wochenende oder im Urlaub zu sich nimmt.

6 Replies to “Doping am Arbeitsplatz”

  1. Jo, kann ich bestätigen. Manchmal muss ich mich beim Kaffee trinken bremsen, da ich anschließend die Rennerei bekomme und die ist in meinem Job höchst unbequem.

  2. Süßigkeiten werden gerne bei Stress eingesetzt. Der Nachteil: Man bekommt Übergewicht und schlechte Zähne. In Zeiten von Schönheitswahn und Erfolgsdruck, noch ein Grund mehr gestresst zu sein…

  3. Noch schlimmer ist es (bei Firmen wo es noch erlaubt ist) mit der altbekannten Droge: Nikotin! Hier in Österreich gibt es noch immer keine Gesetze, am Arbeitsplatz rauchfrei zu sein. Ich weiß nicht genau wie es da bei euch in Deutschland aussieht, aber dies wäre auch mal erwähnenswert, da es wohl das gesundheitschädlichste Übel am Arbeitsplatz ist – und das nicht nur für die Raucher selbst!

    Grüße,
    Arsambra

  4. Völlig richtig erkannt – Nur schade, dass dieses Thema nicht besser veröffentlicht wird – In Zeitungen in Arztpraxen als Flyer – Denn ich finde, dies ist eines der schlimmsten Orte wo sozusagen ganz legale Drogen zu sich genommen werden und es den meisten nicht einmal bewusst ist!

    Und wie Arsambra schon gesagt hat leiden nicht nur die Konsumenten darunter – Also beginnt nachzudenken, bevor ihr andere Menschen – überspitzt gesagt – umbringt!

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren