Windiges Wochenende

Fangen wir mal wieder mit meiner Lieblingsredewendung an. Eigentlich wollte ich gestern wie am Samstag angekündigt, über das Multimediatreffen bloggen. Den Sonntag setzte ich nach einem ausgiebigen mit vielen guten Vorsätzen fort. Vor deren Umsetzung jedoch wollte ich mal eben mein derzeitiges Dokumentenmanagementsystem wechsel. Wir alle wissen ja, dass Katastrophen so eingeleitet werden. Zumindest aber war ich schon so weit wach, dass ich vorher ein Systembackup durchgeführt hatte. Beim zweiten Anlauf fand ich dann zudem heraus, dass es sogar ein Tool gibt, mit dem automatisch alles von Yojimbo in Toghether importiert wird.

Das klappt sogar sehr gut. Theoretisch wäre es damit dann erledigt gewesen. Bedauerlicherweise habe ich in Yojimbo aber rund 600 Webarchive, die zwar den Import fast schadlos Überstanden haben – aber eben nur fast. Wir war bisher nicht bekannt, dass in Webarchiven nicht alles gespeichert wird, denn in Yojimbo wurden die Dokumente immer vollständig angezeigt, auch wenn es keine Verbindung zum Internet gab. Ein normales Webarchiv benötigt eine Internetverbindung zur Quelle. Ich denke, da hat Apple geschlampt. Nun, wie dem auch sei, jetzt sind die Archive in Together nach dem Import nicht mehr vollständig, so dass ich sie nach und nach als PDF neu anlegen werde und zum Teil schon angelegt habe. Warum der ganze Aufwand? Ich hätte ja nicht wechseln müssen. Nun, mittlerweile stoße ich bei Yojimbo an die Grenzen der Applikation. Das sich Webarchive nicht übertragen lassen, ist im Grunde der Stein gewesen, der alles ins Rollen gebracht hat. Was nützen mir Informationen, wenn sie an eine Applikation gebunden sind? Als PDF kann ich sie bequem weitergeben.

Genug aber zu diesem Thema. Schließlich gibt es Nachholbedarf. Noch mal also die Frage: Wie war der Samstag?

Multimediatreffen in Köln

Auf jeden Fall recht lang. Aber an das Absitzen von Zugstrecken bin ich gewöhnt. Die Themen der Veranstaltung im Mediapark in Köln waren recht vielfältig – was ja auch schon durch den Titel „Frameworks & Content Management Systeme” angedeutet wurde. Falls jemand die Frage auf der Zunge liegen hat: Nein, WordPress war nicht dabei, nur jemand als Teilnehmer, der immer von Wort Press sprach. Peinlich für jemanden, der darüber sogar mal ein Buch geschrieben hat.

Mit rund 200 Teilnehmern war es auch gut besucht. Allerdings machen sich bei solchen Massen die leicht autistischen Züge des Herrn B. bemerkbar. Ich werd das an dieser Stelle nicht weiter ausführen, denn zu meiner großen Erleichterung bestand das … nicht nur aus Pausen.

Den besten Vortrag gab es direkt zu Beginn. Zwar ist Jommla! nicht unbedingt ein CMS, welches ich einsetzten würde, aber die Referentin, Angie Radtke, kann definitiv gut vortragen. Sie hat damit eine Marke gesetzt, an die die anderen Referenten nicht heranreichten. DER CHEF meinte dazu nur, dass Frau in diesem Arbeitsfeld einfach doppelt so gut sein muss, um Überhaupt ernst genommen zu werden. Männer mit nuschelnder Stimme setzten daher dann wohl eher auf billige Lacher, wenn sie ihre Präsentation mit Star Wars Anleihen aufpolieren. Trotzdem war das Thema Typo3 und Barrierefreiheit für mich sehr interessant.

Das gleiche gilt für den Überblick über verschiedene PHP-Frameworks von Carsten Möhrke, der mit seinem ostfwestfälischen Humor (ich bezweifle ja, dass es so was überhaupt gibt) nicht so gut beim Publikum ankam.
Anschließend stand dann eine Pizza-Schlacht bzw. eine Verpflegungspause mit grottiger Pizza an – ehrlich, ich bin besseres gewöhnt und Erbsen mag ich schon mal gar nicht auf einer Pizza.

Den nächsten Vortag, Ruby on Rails, habe ich mir dann geschenkt, da ich mich selber schon auf die Rails gemacht hatte. Zwar wäre der letzte Vortrag, zum Thema Zend Framework, sicher noch interessant gewesen, aber auf Grund der Zugverbindung hätte ich ihn eh nicht zu Ende hören können. Na ja, gibt es schließlich auch diese Woche auch auf Video im Netz, also nicht so tragisch.

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