Schlaflos bei Vollmond

Schlaflos bei Vollmond

Ob es tatsächlich am Vollmond gelegen hat, dass DER CHEF und ich heute Nacht fast nicht geschlafen haben, stell ich mal in Frage. Was wir zur Klärung der Umstände machen können, ist die Laborbedingungen noch mal zu wiederholen. Also, gestern Abend haben Versuchsperson eins (DER CHEF) und Versuchsperson zwei (ich) ein neues, chinesisch angehauchtes Rezept ausprobiert (ich schließe mal aus, dass sich der Umstand, dass dieses Rezept nur als Fotokopie vorlag, in irgendeiner Weise ausgewirkt hat).

Bestandteile des Gerichtes waren Mi-Nudeln, Bambussprossen, Spitzkohl und Rindfleisch. Zudem ein paar für den eigenen Körper harmlose geschmackliche Komponenten wie Salz, Pfeffer, Zitrone und Knoblauch. Hört sich eigentlich alles ganz harmlos an und war auch leicht verdaulich – trotz der Nudeln.

Dennoch war die Nacht sehr kurz, um das mal euphemistisch zum umkleiden. Nach einer ausführlichen Diskussion der Versuchsanordnung und der Forschungsergebnisse sind DER CHEF und ich zum dem Schluss gekommen, dass es möglicherweise am Rindfleisch gelegen hat. Beim Rindfleisch hat es sich um handelsübliches Rinderhüftsteak, vom CHEF in Streifen geschnitten, gehandelt. Wir vermuten, dass sich das Problem hinter der Bezeichnung „handelsüblich” (also nicht Bio) verbirgt.

Kann es sein, dass sich der Stress, dem das Tier vor seinem Tod ausgesetzt war, auf das Fleisch auswirkt? Das eventuell Rückstände davon vom Menschen aufgenommen wurden? Oder möglicherweise andere Sachen, die dem Tier während der Aufzucht verabreicht wurden?

Erstmal schwierig zu klären, aber wir werden beim nächsten Vollmond die Versuchsanordnung leicht verändern und das Rindfleisch vom Bio-Bauern kaufen. Mal sehen, was dann passiert.

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren