Berlin, ein Weihnachtsmärchen – Teil V

Berlin, ein Weihnachtsmärchen – Teil V

Nach dem Klaus einige Minuten verzweifelt an der Tür herum gerüttelt hatte, drehte er den im Schloss steckenden Schlüssel herum und öffnete die Tür. Im Hinterhof war es jetzt verdächtig still. Das merkwürdige Quietschen hatte sich entfernt.

Mutig genug, schaltet Klaus die Taschenlampe an und ließ den Lichtkegel wandern. Auf dem Boden konnte er im Licht sehen, dass er beide Schuhe an hatte und diese auch ordentlich geschnürt waren. Zögerlich richtet er die Taschenlampe gegen die gegenüberliegende Hauswand.

Etwa in Sitzhöhe war etwas an die Wand gesprüht worden. Ein Umriss zeigte einen Weihnachtsmann, darunter stand etwas. Klaus ging näher an die Wand ran, damit er lesen konnte:

Weihnachtsmann 2.0

Im letzten ICE auf den Weg ins wohl weihnachtliche Berlin saß der Ministerpräsident und Wiederstandsdichter Günther Oettinger, der in seinem Koffer in Geschenkpapier eingepackte Persilscheine hatte. Die wollte unter noch lebenden gefühlten Nicht-Nationalsozialisten verteilen.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren