Ist Apple wirklich böse?

Ist Apple wirklich böse?

Es gibt ab und an Bekannte, über die man nur den Kopf schütteln kann. Am Wochenende bekam Nadine einen Anruf, bei dem ich am Ende nur noch mit dem Kopf schütteln konnte. Da wurde versucht, über den iTunes-Store gekaufte Musik, die sich auf einem iPod befand, auf einen anderen Mac zu überspielen, der nicht der iPod-Besitzern gehörte.

Aus rechtlichen Gründen ist es eigentlich nicht vorgesehen, Musik vom iPod wieder auf den Rechnern zu übertragen. Selbst bei Musik, die nicht im Store gekauft wurde geht dies nicht. Sicher, für letzteres Szenario gibt es kleine Tools, die sich irgendwo im Netz finden lassen. Eine Garantie, das diese auch funktionieren, gibt es nicht.

Jedenfalls, um es kurz zu machen, lässt sich das, was Nadine zu hören bekam auf folgende Aussage verkürzen: Apple ist böse, weil ich mit dem iPod keine Raubkopien machen kann.

Nur am Rand erwähnt sei, dass es die gleiche Bekannte war, deren Mann sich ja gegen den Onlinekauf von Kinotickets ausgesprochen hatte, weil dies ja Arbeitsplätze vernichtet, selber aber keine Hemmungen hat, sich Filme aus dem Netz zu besorgen.

Nein, ich muss so was wirklich nicht verstehen.

5 Replies to “Ist Apple wirklich böse?”

  1. Jetzt könnte man wieder eine prima Diskussion über DRM und iTunes führen. Fakt ist, das man sehr wohl die Musik wieder vom iPod kriegt, aber eben nicht mit iTunes. Und wenn ich gekaufte Musik nur auf einem Mp3 Player hören darf, dann war der Download um Vergleich zur CD wohl doch zu teuer… ;)

  2. …wer bei i-tunes kauft, ist selber Schuld. Es gibt wesentlich bessere legale Möglichkeiten, sich eine umfangreiche Musiksammlung zuzulegen, ohne mit Apple diskutieren zu müssen oder Einschränkungen aller art erdulden zu müssen. Naja – es muss ja jeder selber wissen aber schaut euch das mal an:

    http://www.top20free.de

    Die Mp3s dort kosten mich im Schnitt nur 0,00002 cent und nicht 1,20 Euro – haben kein DRM oder andre Blockaden und ich kann sie mir (im legalen Rahmen) ohne bevormundung kopieren, wohin ich will…
    Das ist das einzige funktionierende Modell in Zukunft…

    Liebe Grüße
    Melchior

  3. Gut, dass ich ohnehin ein Freund von Silberscheiben im Regal bin, auch wenn ich die Musik letztlich doch nur mit verschiedenartigen Appleprodukten höre.
    Damit sind dann zwei Klappen mit einer Fliege geschlagen. Die Musik ist nicht beim nächsten Festplattencrash weg – OK, dem würde inzwischen Time Machine vorbeugen – und ich habe keinen Ärger diese auf jedem Wiedergabegerät, welches mir einfällt abzuspielen.

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren