WordPress für Dummies

Trotz meines derzeitigen WordPress-bashings gibt es für mich derzeit immer noch viele Gründe, die für WordPress auch als CMS für Blog-ferne Projekte sprechen. Der Aufbau der Templates, die Tatsache, dass PHP als Templatesprache verwendet wird (und somit ein nicht zu unterschätzende Performancevorteil entsteht) und die Möglichkeit, WordPress mit eigene Plugins aufzubohren und nicht zuletzt die Einfachheit, mit der sich Seiten sowohl XHTML strict als auch suchmaschinenfreundlich generieren lassen, sind ganz klare Vorteile.

Es gibt aber auch Grenze. Einige davon aus technischer Hinsicht, andere aber eher aus Usability-Sicht. Ein sehr gutes Beispiel für letztern Punkt konnte ich gestern Abend erleben. Für eine Bielefelder Bürgerinitiative hatte ich WordPress als CMS aufgesetzt. Gestern ging es dann darum, eine Einführung in den Umgang zu geben. Eigentlich (und schon das Word selber impliziert die Tücke) kein Problem. Stellen wir uns aber mal einen AOL-Benutzer vor (wir sparen uns an der Stelle die Kommentare, dass AOL-Benutzer im Grunde die Paris des Internets sind und weder CMS noch eigenen Blog benötigen). Der gesamte Prozess zum erstellen eines Beitrages oder einer Seite in WordPress ist für Außenstehende (um nicht DAU zu sagen) nicht unbedingt intuitiv zu erfassen.

Sicher, wenn es richtig erklärt wird (was ich hoffentlich getan habe), geht es letztendlich auch, aber mehr als einmal habe ich mich gefragt, ob Joomla! nicht die bessere Wahl für das Projekt gewesen wäre. Das CMS hat eine Oberfläche, die wesentlich bunter ist und vor allem eine unverkennbare Diskette zum speichern eines GUI-Logik wird so was genannt, wenn ich mich nicht täusche.

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