Obskures zum Wochenanfang

Nach einer Übernahme von Onkel Dittmeyer ist jetzt am 14. Februar offiziell Valensin-Tag. Verliebte und solche, die es werden wollen, schenken dem Objekt ihrer Anbetung ein Glas Orangensaft und umgehen damit ganz neben bei der konsumorientierten Auspressung der Floristen-Maffia.

Am vergangen Samstag wurde die Miss Germany 20007 gewählt. Deutschland kann aufatmen: Es wurde nicht Dieter Bohlen, der Gerüchten zu folge auch nicht unter den 22 Kandidatinnen war. Ein weitere Grund zum freuen dürfte wohl auch sein, dass die gekürte 18-jährige Schülerin alles andere als blond ist. Nur sehr gehässige Menschen würden einwenden, dass ihr Gesicht nur durchschnittlich sei, denn wenn wir ehrlich sind, geht es doch genau darum bei einer Miss Wahl. Es wird die Schönsten mit dem Gesicht gesucht, was eine Schnittmenge des allgemeinen Geschmacks darstellt.

Wer öfters morgens zeit an kalten Straßenbahnhaltestellen verbringt und sich während der Wartezeit vorbeifahrende Fahrzeuge anschaut, der hat sich sicher schon mal gefragt, warum in den meisten LKWs hinter der Windschutzscheibe Schilder mit merkwürdigen Vornamen (z.B. Andi) angebracht sind. Was will uns wohl der Fahrer damit sagen? Die Wahrheit ist ganz einfach. Es ist eine Warnung an werdende Eltern. Seht her, wenn ihr euer Kind so nennt, wie meine Eltern mich, dann kann aus ihm später nur LKW-Fahrer werden. Bei genauere Betrachtung wird dies wohl auch, trotz bisher fehlender empirischer Studie, auch so für andere Berufe zutreffen. So wird aus einem Mädchen, dass Angelika heißt, mit ziemlicher Sicherheit eine Schwester Angelika im städtischen Krankenhaus. Und eine Nelly wird drogenabhängig und landet am Pariser Straßenstrich – oder aber wird Miss Germany.

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