Fachgerecht

Fachgerecht

Manchmal möchte ich dann doch gerne wissen, was aus meinen Bewerbungsunterlagen geworden ist und warum ich diese nicht zurück erhalte:

Sehr geehrter Herr Boley,

bezüglich Ihrer Anfrage nach dem Verbleib Ihrer Bewerbungsunterlagen können wird Ihnen mitteilen, dass diese fachgerecht entsorgt wurden.

Mit freundlichen Grüßen,

So ehrlich, das zuzugeben, ist selbstverständlich niemand. Zumal ich auch stark vermute, dass Bewerbungsunterlage nicht als Sondermüll entsorgt werden.

Entweder nimmt der Chef sie mit nach Hause als Grillanzünder, oder die Unterlagen kommen alle in eine Trommel und daraus wird dann eine gezogen, die ans schwarze Brett gepackt wird. Darüber der Titel: Depp der Woche.

Wie gesagt, ich weiß nicht, was in den Firmen wirklich mit den Bewerbungen gemacht wird. Es ist bei der hohen Anzahl an Bewerbern auf einen offene Stelle auch zu viel erwartet, wie früher üblich eine Absage zu bekommen.

Bei einem aber bin ich mir mittlerweile sehr sicher. Bei der nächsten Bewerbung, die auf dem klassischen Postweg rausgeht, werde ich einen frankierten und mich selbst adressierten Briefumschlag beilegen, damit ich zumindest die Mappe wiederbekomme.

5 Replies to “Fachgerecht”

  1. Mmmh von früher kenn ich das noch dass Bewerbungen einfach untereinander verglichen wurden und man des öfteren schmunzeln musste ob der doch arg gestellten Fotos oder etwaigen Formulierungen.

    Das mit dem Umschlag würde ich aber ganz ehrlich sein lassen. Klar, ich weiss was so eine Bewerbungsmappe kostet, aber schon für den Fall vorzusorgen dass die Mappe wieder an den Absender zurück gehen kann würde bei mir als Personalmensch eher den Eindruck hinterlassen, als hätte die Person eh schon aufgegeben.

  2. Und wenn man dann die Unterlagen (von der Firma vernünftig auf den Postweg gebracht) tatsächlich zurückbekommt, dann ist es spätestens der Briefträger, der den großen Umschlag so stark wie möglich knickt, um in in den etwas zu schmalen Briefkasten zu quetschen.

    Dass es in unserer Haustüre einen extra großen Briefschlitz für z. B. Zeitungen gibt, durch den sogar kleinere Päckchen passen, nein, dieses Mitdenken kann man einem Arbeitnehmer (dem es ja schließlich schnurzwurst ist, was er damit einem arbeitssuchenden eigentlich antut, Stichwort: Kosten für Mappe z.B.) der gelben Schneckenpost natürlich nicht zumuten….

    Ich bekomme schon wieder einen Hals…

  3. Zum Glück kann man sich bei vielen Firmen mittlweile auch online bewerben. Eine eMail mit PDF ist für beide Seiten billiger (und lässt sich schneller entsorgen).

    Zum Thema Aufgeben: Na, so ganz falsch wäre der Eindruck ja nicht …

  4. Das erinnert mich sehr an meinen Bewerbgungsmarathon von 2004-2005:
    681 Bewerbungen und nur 21 Rückmeldungen. Nach genauerer Recherche und Zufall stellte sich heraus, dass drei von vier Postboten sich bei der Adresse dachten, „Ach der wohnt doch eh nicht hier“ und die Post wieder mitnahmen und die wurde dann auch „fachgerecht“ entsorgt. Dabei waren dann auch leider Mahnungen, Rechnungen, Einladungen zu Bewerbungsgesprächen und auch zwei Arbeitsverträge. Erst als ich eben einen dieser Briefträger dabei „erwischte“, wie er Post für mich wieder in diese Tragetasche zurücklegte und ich ihn erst massiv darum „bitten“ musste – ok, ich habe sie mir einfach am Ende aus der Tasche rausgenommen – habe ich das Ganze erst erfahren. Tja ja, so hielt ich mich denn mit kleinen 400-Euro-Jobs und Aushilfstätigkeiten über Wasser. Aber nun ja, so wuirde mein Weg in die Selbstständigkeit immerhin geebnet, und das alles war dann doch irgenwie „in Ordnung“. Aber darauf kann eben nicht jeder hoffen oder setzten oder was auch immer. Eine Frechheit sondergleichen!

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren