Rückblick nach sieben Monaten

So also sieht es aus: Sieben Monate Arbeitslosengeld I sind verbraucht, bis Ende November ist es trotz sommerlicher Temperaturen nicht mehr lange hin. Dem Willen des Schreibens von DER AGENTUR folgend, hatte ich heute das Beratungsgespräch über meine Weiterbildungsmöglichkeiten.

Meinen eigentlichen Sachbearbeiter traf ich heute morgen jedoch nicht an. Krank, Urlaub, was auch immer, jedenfalls gab es einen Sachbearbeiter von der „Ersatzbank”. Ob es Zufall, Glück, Schicksal oder was auch immer war, kann ich nicht beurteilen, denn dazu müsste ich wissen, wie das andere Gespräch ausgegangen wäre. Nett war er auf jeden Fall, auch wenn uns beiden schnell klar wurde, daß sich am Stand von Dezember (keine Weiterbildungsmöglichkeiten für mich) nichts geändert hat.

In dann sich entwickelnden Gespräch ging es um die Möglichkeiten, die mir außer Hände in den Schoß legen und darauf warten, daß der Himmel über mir zusammenstürzt, noch bleiben. Entweder finde ich bis Ende November einen Arbeitgeber, oder ich gehe einen anderen Weg – den in die Selbständigkeit. Da mich die letzten Monate schon mehr als nervös gemacht haben, erscheint mir letzteres als bessere Option, zumal sich dann zumindest was bewegt.

Viel Zeit für eine Entscheidung bleibt mir allerdings nicht. Bis Ende Juli kann ich noch eine „Ich-AG” gründen, die laut Auskunft des Sachbearbeiters gegenüber dem neuen Modell, für das ich mich dann bis Ende August entscheiden müsste, einen entscheidenden Vorteil hat: Beim alten Modell erhält der Antragsteller sechs Monate Lang Überbrückungsgeld in Höhe seines bisherigen Arbeitslosengeldes plus einen Zuschuss für die Renten- und Krankenversicherung. Der Anspruch auf Arbeitslosengeld ruht in der Zeit der Selbständigkeit. Wenn als meine Ich-AG vor die Hunde geht, steht mir noch das Arbeitslosengeld zu, was ich bisher nicht „verbraucht” habe.

Beim neuen Modell ist die erste Förderungszeitraum zwar mit neun Monaten länger, aber in der Zeit verbraucht sich der Anspruch auf Arbeitslosengeld. Scheitere ich, gibt es am Ende dann ein paar tröstende Worte und direkt Hartz IV.

So gesehen bleiben mir drei Wochen, um eine Entscheidung zu treffen und die notwendigen Unterlagen zu besorgen. Es sei denn, ich finde ich der Zeit eine Stelle. Allerdings habe ich in den letzten Monaten gelernt, daß es sich nicht lohnt, auf Wunder zu warten.

Für den eventuell mitfiebernden Leser stellt sich hier vermutlich die Frage, mit was ich mich um Himmels Willen denn selbstständig machen will. Eins ist schon mal klar. Auf jeden Fall nicht als bofrost-Fahrer oder ähnliches. Eigentlich bietet sich für mich an, das, was ich momentan eh schon mache, auf eine andere Ebene zu heben. Im Klartext: Ich würde als Webentwickler arbeiten. So ganz ausgereift ist das alles aber noch nicht. Erstmal eine Nacht darüber schlafen, heißt es so schön,

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