Silent Bill

Zu den bemerkenswertesten Kinostarts diese Woche gehört wohl der Horrorschocker Silent Bill. Der im klassischen Bluescreenverfahren gedreht Film schildert die Geschichte des stillen Bills, der in der Garage seiner Eltern an einem neuen Computervirus bastelt. Mit diesem will er die gesamte Welt kontrollieren.

Eine der besten Szenen ist eine Homage an Alfred Hitchcock. Bill, der vorübergehend an den Rollstuhl gefesselt ist, beobachtet durch das Garagenfenster immer den Hinterhof des Nachbargrundstücks und verliebt sich dabei in die junge Melissa. Zunächst möchte er seinen Virus nach ihr benennen, aber er belässt es dann in seiner Schüchternheit bei einer Anspielung und nennt sein Programm einfach nur Windows.

Rührend auch das Ende. Jahre später. Ein Ausfall der weltweiten Computersysteme hat die Welt ins Chaos gestürzt und die Menschheit an den Rand der völligen Vernichtung gebracht. Bill, der mit seinem Virus den Zusammenbruch verursacht hat und damit sehr sehr reich geworden ist, irrt durch eine verwüstete Kleinstatt. Endlich zur Einsicht gekommen, verbrennt er sein gesamtes Geld. Die Aschenflocken der verbrannten Scheine wehen durch die Stadt. Bill verschwindet in einer Nebelbank.

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