Pinocchio

Pinocchio

Das Silvio Berlusconi ein Dickkopf ist, beweist er zur Zeit mit seinem Beharren auf dem Posten des Ministerpräsidenten, der ihm eigentlich nach der Wahlniederlage nicht mehr zusteht. Ob er auch ein Holzkopf ist, lässt sich nicht so einfach sagen. Wohl aber, daß er nicht vom Tischlermeister Gepetto geschnitzt wurde. Denn dann würde seine Nase schon längst bis zum Nordpol reichen.

Berlusconis Verhalten brüskiert nicht nur den Wahlsieger Romano Prodi, sondern ist eine Schande für eine demokratisches Land – was Italien immer noch zu sein scheint. Momentan wird Berlusconi noch viel zu viel Narrenfreiheit gewährt. Dabei führt sein Verhalten geradewegs zu einer geteilten Nation. Es wird Jahr dauern, bis die Wunden, die jetzt aufgerissen werden, heilen.

Im Grunde dürfte Prodi, dürften die Italiener, nicht abwarten, bis sich bei Berlusconi so was wie Einsicht einstellt. Bei seiner Persönlichkeit ist das kaum zu erwarten. Er verhällt sich nach wie vor wie ein grober Klotz. Auf einen solchen, so lehrt uns ein Sprichwort, gehört ein grober Keil. Je früher dieser darauf kommt, umso besser wäre das für Italien, denn jeder verstreichende Tag mit Berlusconi als Ministerpräsident, der er nicht mehr ist, vertieft den Riss, der sich durch das Land zieht, weiter.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren