Stalin wäre stolz

Am Sonntag wird in Weißrussland eine Veranstaltung abgehalten, die nur völlig unbedarfte Menschen als Wahl bezeichnen würden. Tatsächlich ist eine Schmierenstück eines der letzten Diktatoren auf europäischen Boden. Der bisherige Präsident Alexander Lukaschenko kandidiert als einer der aussichtsreichsten Kandidaten erneut für das Amt.

Die Wahrscheinlichkeit, daß ein demokratisch gewählter Kandidat der Opposition gewinnt, sind äußerst gering. In den letzten Woche hat der Machtapparat alles getan, um jeglichen Wiederstand zu unterdrücken. Oppositionelle und Teilnehmer alternativer Wahlveranstaltungen wurden festgenommen, eingeschüchtert und sogar mit dem Tod bedroht. Wer eine andere Meinung als Lukaschenko vertritt, bekommt den Stempel „Volksfeind ”aufgedrückt. Da das alles auch nicht reichen wird, kann von einer Fälschung der Wahlergebnisse ausgegangen werden.

Unabhängige internationale Beobachter sind nicht zugelassen, Kritik aus dem Ausland grundsätzlich nicht erwünscht. Statt auf Offenheit setzt Lukaschenko auf Drohungen. Stalin wäre sicher Stolz gewesen auf seinen geistigen Sohn Lukaschenko. Den Menschen in Weißrussland, die am Sonntag wieder in ihren Hoffnungen enttäuscht werden, kann die Europäischen Union nur durch massive Sanktionen helfen.

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