Backwelle

Backwelle

Wenn Brot besser aussieht als es schmeckt und ein Loch im Boden hat, ist nicht schwer zu erraten, wer es gebacken hat. Bei uns sieht es wohl so aus, daß wird uns von unserem elektronischen Bäcker trennen werden. In den letzten Monaten ist der Konsum von Brot aus der Backmaschine deutlich zurückgegangen. Eine echte Knusperkruste bei gekauften Brot (oder selbstgemachten aus dem regulären Ofen) macht einfach mehr her.

Vor allem aber sieht das Brot deutlich appetitlicher aus und zerfällt beim Schneiden nicht in Brotatome. Zeit also, den Automaten einzumotten und nicht mehr auf dieser Trendwelle zu surfen. Als besonderen Anreiz schafft es zudem Platz für eine Mikrowelle. Für die fallen uns gerade 1000 und ein Verwendungszweck ein (was bei Neuanschaffungen zur Rechtfertigung ja nie besonders schwer ist). Mir wäre es dann endlich mal wieder möglich, Milch zu erhitzen für einen Late Machiato. Auf dem Gasherd in der alten Wohnung ging das immer ohne Probleme, aber eine solch kleine Menge auf einem Ceranfeld warm zu machen, ist mehr als nur Verschwendung.

Entspannen könnte ich dann zusätzlich noch mit einem heißen Körnerkissen, daß mir die Mikrowelle in nur drei Minuten zubereitet. Nur zum kochen würde ich eine MW wohl nicht verwenden. Dafür ist der Ekel doch zu groß. Und matschiges Brot gegen matschiges Essen zu tauschen wäre auch kein guter Deal.

3 Replies to “Backwelle”

  1. Das habe ich jetzt schon oft gehört. Unser Brotbackautomat steht auch ziemlich unbenutzt irgendwo ganz hinten in der Abstellkammer rum.

    Wir haben jetzt hier einen Bäcker gefunden, der backt Brot wie vor 100 Jahren, nur mit frisch gemahlenem Vollkornmehl, Hefe und Wasser. Sonst nix. Und das ist so lecker, da hatte der Automat sofort verloren…

  2. Es kommt ja immer darauf an, was man in der Mikrowelle zubereitet. Reis kann man darin zum Beispiel ganz ausgezeichnet kochen, oder TK-Gemüse zubereiten. Auch um Pudding zu kochen, eignet sie sich sehr gut. Also da geht mehr als nur Milch für den Kaffee latte ;)

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren