Keine Hexenjagd

Auch wenn es zur Zeit ganz danach aussieht, es findet keine Hexenjagd auf Angela Merkel statt. Wer Merkel ablehnt, tut dies nicht, weil sie eine Frau ist, sondern weil er (oder sie) mit den von ihr repräsentierten politischen Inhalten und Zielen nicht einverstanden ist.

Angela Merkel ist sicher eine liebende Mutter und gewissenhafte Hausfrau eine Frau, die ihren Mann steht. Für viele Bundesbürgerinnen und Bundesbürger steht sie aber auf der Seite der Neo-Cons. Interessanterweise ist das eine Seite, die nicht unbedingt von allen Mitgliedern der CDU und CSU begrüßt wird. Wofür das C im Namen beider Parteien steht, machen Politiker wie Heiner Geißler und Nobert Blüm immer wieder deutlich. Leider werden ihre Stimmen nur viel zu leise wahrgenommen.

Vor ein paar Tagen war in der Süddeutschen Zeitung ein Artikel von Blüm zu lesen, der bei seiner CDU ein neoliberales Fieber diagnostizierte. Hätte die Strömung, der Blüm angehört, den Wahlkampf der CDU bestimmt, gäbe es sicher eine satte Mehrheit für die CDU. Sätze wie

„Der Prototyp des flexiblen Arbeitnehmers ist der Tagelöhner.”

gehen runter wie Öl und sind Balsam für die geschunden Seele. Was in Deutschland nötig ist, sind mehr „Herz-Jesu-Marxisten” vom Typus Blüm. Das können dann auch ruhig Frauen sein, solange sie nicht Sarah Wagenknecht heißen, aber das wäre dann wieder eine ganz andere Geschichte.

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