Sparkasse Security Issue

Sparkasse Security Issue

Lieber Phishing-Mail-Schreiber,

bevor du mir beim nächsten Mal wieder eine solche Mail schickst, solltest du ein paar Dinge verändern. Vielleicht fall ich ja dann auf deine Tricks rein. Zunächst einmal ist eine .com E-Mail-Adresse für ein rein deutsches Kreditinstitut nicht sehr glaubwürdig. Die Grammatik und Rechtschreibfehler sprechen auch nicht gerade für dich. Lass dir am besten deine Mail von jemanden schreiben, der die deutsche Sprache beherrscht.

Sehr geehrte Kundin,
Sehr geehrter Kunde,
Im Zusammenhang mit der komplizierten Situation, die in unserem Land mit online – Banking zustande gekommen ist, haben wir die Verordnung bekommen, alle online – Konten von unserer Bank zu überprüfen. Diese Maßnahme wurde wegen der „Tageskonten“ getroffen, die von den Missetätern für Geldwäsche der gestohlenen Mittel benutzt werden. Wir bitten unsere Kunden inständig, die Form der Kontobestätigung auf unserer offiziellen Seite auszufüllen.
Die Konten, die bis zum 27.08.05 in dieser Form nicht angegeben werden, werden bis zur Feststellung der Umstände ihrer Eröffnung und Verwendung gebunden. Diese Kontrolle ist sowohl für die Privatkunden, als auch für die Firmenkunden aktuell.

Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten, die wir Ihnen mit der Durchführung der Maßnahme bereitet haben, wir hoffen auf Ihre Mithilfe und Verständnis.
Mit freundlichen Grüßen,
Sicherheitsabteilung,
Sparkasse.de

Wenn man schon versucht, das Homebanking-Login der Sparkasse zu faken, dann bitte auch richtig. Wenn man keinen Plan von HTML hat, sollte man besser die Finger davon lassen.
Abgesehen davon verwende ich im Verkehr mit meiner Bank eine andere E-Mail-Adresse als die, unter der ich diese Mail bekommen habe. Streng dich beim nächsten Versuch ein wenig mehr an, damit es zumindest ansatzweise glaubwürdiger aussieht. Direkt nach einer TAN im Onlineformular zu fragen, ist ziemlich dumm. Wenn Trickbetrug, dann bitte richtig. Versuch mal, strategischer zu denken und deine Schachzüge geschickter zu verbergen. Ich will dir natürlich keine Anleitung zur Verübung einer Straftat geben, aber denk mal darüber nach, einfach nur nach der Telefonnummer zu fragen. Ein “Mitarbeiter” der Bank kann sich dann in einem zweiten Schritt nach den sicherheitsrelevanten Daten erkunden.
Für das versenden einer Mail würde ich persönlich auch nicht das Wochenende wählen, sondern den Montag. Zumindest meine Bank arbeitet nämlich nicht sonntags.

Liebe Grüße & bis zum nächsten Mal,

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren