Ausbeutungsoptionen

Langsam aber sicher muss ich anfangen, Bewerbungen zu schreiben. Angesichts fehlender Stellenanzeigen, die auch nur annähernd in Frage kommen, erhöht sich bei mir der Frust- und Panikpegel. Zusätzlich verschärft wird das durch die Erfahrungen, die Nadine gestern gemacht hat, als sie sich um eine Stelle als studentische Aushilfe in einer Apotheke beworben hat. Auf den Punkt gebracht stellt sich das so dar, dass der potentielle Arbeitgeber nach der Gehaltsvorstellung fragt, während er gleichzeitig demonstrativ durch den Stapel mit Bewerbungen blättert. Mein Kommentar dazu war, dass eigentlich nur noch die Frage gefehlt hätte, ob man auch für fünf Euro arbeiten würde oder lieber gleich wieder gehen möchte.

Irgendwie ist mir der Begriff abhanden gekommen, mit dem man die schamlose Ausbeutung von Abhängigen treffend bezeichnet. Sklaverei war ja was anderes – da bekommt man nämlich gar keine Entlohnung.

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